Just married: Herzlichen Glückwunsch, Ivana!

27. Oktober 2019

Hochzeit_klUnsere langjährige Mitarbeiterin und Kollegin Ivana hat geheiratet.

Aus Ivana Pavlovic ist nun Ivana Culic geworden. Sicher müssen sich auch viele unserer Patientinnen erst an den neuen Namen gewöhnen, denn Ivana gehört seit vielen Jahren zum Team der Praxis Dostal und „Frau Pavlovic“ ist allen bekannt. Aber meistens gewöhnt man sich schneller um als man denkt und so wird „Frau Culic“ schnell zum Praxisalltag gehören.

Wünschen wir unseren frisch Vermählten, dass sich der heimische Alltag lange noch von seiner schönen Seite zeigt und dass das gute Gefühl von Nähe und Vertrautheit immer stärker ist als alltägliches Einerlei und gewohnter Trott.

Liebe Ivana: Wir freuen uns mit dir und wünschen dir und deinem Mann von Herzen alles Gute und eine glückliche gemeinsame Zukunft!

Grippeschutz für Schwangere: Wir impfen wieder!

26. September 2019

Grippeschutzimpfung, InfluenzaEigentlich würde ich ja lieber etwas über Frühlingsgefühle schreiben, aber wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken und sollten den Stier bei den Hörnern packen. Das Thema der Saison heißt Grippeschutzimpfung und die alljährliche Frage lautet „Impfen ja oder impfen nein?“

Die Antwort aller Ärzte, Gesundheitsorganisationen und Krankenkassen ist eindeutig: Impfen ja. Empfohlen wird die Impfung gegen die saisonale Grippe für ältere Menschen, für chronisch Kranke und für all diejenigen, die mit vielen Menschen zusammenkommen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung gegen Influenza ausdrücklich auch für Schwangere.

Es ist ein gutes Gefühl, gesundheitsbewusst und wohl gerüstet in die kalte Jahreszeit zu starten und so bieten wir ab sofort allen unseren Patientinnen – insbesondere den werdenden Müttern – die Impfung gegen die saisonale Influenza an.

www.impfen-info.de

(Bild: ©iStockphoto.com_Blue_Cutler)

Down-Syndrom Test: Kassenleistung im Risikofall

20. September 2019
12+0 kl

Beginn 13. Schwangerschaftswoche

Den pränatalen DNA-Test zur frühzeitigen Feststellung einer Trisomie (z.B. Down Syndrom/Trisomie 21) gibt es in Deutschland seit 2012. Fast ebenso lange gibt es die Diskussion über eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Die Prüfung des Sachverhalts hat eine Weile gedauert, nun ist sie abgeschlossen:

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Kassen hat sich darauf geeinigt, dass die Kosten bei „besonderen Risiken und zur Abklärung von Auffälligkeiten“ übernommen werden – fordert aber eine bessere Aufklärung durch die Ärzte. Routinemäßige Tests oder eine Kostenübernahme nur aufgrund des Alters der Schwangeren sind nicht geplant.

Die Forderung von Patientenvertretern, den Test erst ab der 12. Schwangerschaftswoche zu erlauben, um einen eventuellen Schwangerschaftsabbruch zu erschweren oder unmöglich zu machen, wurde abgelehnt. In Kraft tritt die Neuregelung frühestens im Herbst 2020.

Nach wie vor bleibt der pränatale DNA-Test umstritten und die gesellschaftliche Diskussion dürfte weitergehen. Die Kritiker warnen vor einer zunehmenden frühen Selektion von Behinderten, da die meisten Schwangeren sich bei einer Down-Syndrom-Diagnose zum Abbruch der Schwangerschaft entscheiden. Die Befürworter hingegen betonen, dass der Einsatz des harmlosen Tests (eine einfache Blutuntersuchung der werdenden Mutter) zu einem Rückgang invasiver Untersuchungen wie z.B. Fruchtwasseruntersuchungen führt und damit die Zahl der eingriffsbedingten Fehlgeburten senkt.

Für die meisten werdenden Eltern, die in unserer Praxis immer häufiger den „Harmony-Test“ durchführen lassen, wird sich kurzfristig nichts ändern. Wieder einmal zeigt aber die Diskussion, wie wichtig es ist, sich mit den Möglichkeiten, Grenzen und ethischen Fragestellungen der pränatalen Diagnostik auseinanderzusetzen.

Pränataler DNA-Test, Down Syndrom Bluttest
Spiegel.online: Was Sie zu Bluttests auf Down-Syndrom wissen müssen

 

Das Mutterpass-Heftchen: Ein Nachruf

03. September 2019

Der Mutterpass wurde in Deutschland 1961 eingeführt. Seit fast 60 Jahren gibt es nun das kleine hellblaue Heftchen, in das die wichtigsten Untersuchungsergebnisse der Mutterschaftsvorsorge eingetragen werden. Hin und wieder  gab es mal die eine oder andere Neuerung, aber im Großen und Ganzen ist der Mutterpass geblieben, was er schon immer war: ein kleines Büchlein, mit Laboraufklebern und oft unleserlichen handschriftlichen Eintragungen.

Nüchtern betrachtet ist das gute alte Mutterpass-Heftchen in die Jahre gekommen und will in ins digitale Zeitalter nicht mehr recht passen. Der Mutterpass 2.0 – internetfähig und Smartphone-kompatibel – steht schon längst in den Startlöchern.

Auch wenn es viele gute Argumente für einen Online-Mutterpass gibt, der künftig natürlich auch ausgedruckt in die Handtasche passen wird, ist mein persönlicher Abschied vom analogen Heftchen etwas wehmütig. Denn der Mutterpass ist ja mehr als nur die schriftliche Dokumentation medizinischer Untersuchungsergebnisse.

Noch bevor sich bei der werdenden Mutter der Bauch wölbt, ist der Mutterpass der sichtbare Beweis der Schwangerschaft, er ist Halt und Hoffnung in der ersten Zeit der Unsicherheit. Man kann ihm ein selbst genähtes Mäntelchen anziehen, ihn mit Notizzetteln, Rezepten und Ultraschallbildern vollstopfen und die Kaffeetasse darauf abstellen. Am Ende einer Schwangerschaft hat das Leben auch auf dem Mutterpass seine Spuren hinterlassen und ihm einen ganz besonderen ideellen Wert gegeben. Ich bin gespannt, ob der Online-Mutterpass da mithalten kann …

Online-Dokumentation der Mutterschaftsvorsorge über FetView

Verkehrswende: Auto im Dornröschenschlaf

07. Juli 2019

Corvette_klVor einiger Zeit habe ich mir ein E-Bike gekauft. Auch ich wollte mit provozierend entpanntem Lächeln die Berge hochfahren. Es war eine lohnenswerte Investition in Lebensfreude und natürlich auch ein kleiner persönlicher Beitrag zur Verkehrswende. Mein Auto steht nun tagelang ungenutzt und verstaubt am Straßenrand. Je dreckiger mein Auto, desto reiner mein Umwelt-Gewissen.

Doch nun musste ich erkennen, dass alles noch viel besser geht. Bei einer meiner Touren durch die Stuttgarter Halbhöhen-Idylle habe ich ein wunderbares Auto entdeckt: seit Monaten (Jahren?) unbenutzt, malerisch überwuchert, eine mustergültig umweltfreundliche Version von Ami-Schlitten, eine Corvette im Dornröschenschlaf. Da kann mein staubiger Kleinwagen einpacken! Ich sehe schon, ich muss noch lange in die Pedale treten.

Neue Telefonzeiten!

11. Mai 2019

TelefonzeitenWir haben neue Telefonzeiten:

Ab sofort sind wir telefonisch werktags zwischen 10.00 und 18.30 Uhr (freitags 17.00 Uhr) erreichbar.

In Notfällen oder bei kurzfristigen Terminabsagen können uns unsere Patientinnen über die Homepage eine Mail schicken, die wir je nach Dringlichkeit so schnell wie möglich bearbeiten.

Bisher liefen unsere beiden Telefone ja schon ab halb neun heiß. Wir hatten die anstehende Sprechstunde noch nicht fertig vorbereitet, die ersten Patientinnen noch nicht vollständig versorgt, da klingelten die Telefone bereits ununterbrochen ohne dass wir Zeit hatten, die Gespräche anzunehmen. Für alle Beteiligten keine gute Regelung.

Vom späteren Beginn unserer Telefonbereitschaft erhoffen wir uns nun also eine ruhigere Atmosphäre in der Praxis und mehr Zeit für die Patientinnen.

Tatü tata … Alarm in der Königstraße 70!

12. April 2019

Tatü tata … na, war das eine Aufregung gestern Nachmittag! Tatü tata … „Mal wieder irgendeine Demo.“ dachte ich erst. Doch ein Blick aus dem Fenster stellte klar: Das ist heute was Größeres.

Löschzüge über Löschzüge rücken an, Blaulicht flackert durch die Praxisräume, Rettungswagen werden bereitgestellt und eine gefühlte Hundertschaft von Polizisten sperrt weiträumig das Gelände ab. Als schließlich eine Drehleiter der Feuerwehr ausgefahren wird, eine verzweifelte Patientin anruft, sie dürfe das Gebäude nicht betreten, wird es uns etwas mulmig.

Tatü tata … wir evakuieren die Praxis. Daten sichern, Computer runterfahren, persönliche Wertgegenstände mitnehmen und ab geht es im Gänsemarsch durchs Treppenhaus vorbei an Männern mit Gasmaske raus an die frische Luft. Personalien werden aufgenommen. Meldung: fünfter Stock vollständig geräumt.

Wir mischen uns unter die Schaulustigen. Der Rest ist Warten und Rätselraten. „Ungeklärte Rauchentwicklung im dritten Stock“ heißt es. Heimliche E-Zigarette auf dem Klo? Zuviel Power beim Augenlasern? Toastbrot angebrannt?

Nach etwa zwei Stunden ist alles vorbei. Alleingelassen mit unseren Fragen kehren wir zurück in die Praxis. Computer werden neu gestartet, das Wartezimmer füllt sich, die Sprechstunde läuft. Alltag. Ab und zu jedoch kehren die Gedanken zu den Aufregungen des Nachmittags zurück. Tatü tata … wie war das alles noch?

 

Schmerzen beim Gynefix ziehen:
Wie, das war’s schon?

26. März 2019

Über die Schmerzen bei der Spiraleneinlage hatte ich vor einiger Zeit einen Blogbeitrag geschrieben. Sogar eine kleine Patientenumfrage hatten wir dazu gestartet. Aber was ist eigentlich mit den Schmerzen beim Entfernen?

Im Normalfall tut das Ziehen einer Spirale nicht weh. Dennoch ist die Angst vor dem Schmerz bei vielen Patientinnen groß. Ganz besonders gilt dies für Frauen, die eine Gynefix-Kupferkette liegen haben. Da die Gynefix im Gegensatz zu den herkömmlichen Spiralen im Muskelgewebe der Gebärmutter fixiert wird, kommt es verständlicherweise zu der Vorstellung, beim Ziehen der Kupferkette könnten ernsthafte Verletzungen entstehen.

Hilfreich ist mal wieder ein nüchterner Faktencheck: Wie wird die Gynefix eigentlich befestigt? Nicht vernäht und nicht verknotet! Das verdickte Ende des Fadens, das nach der Einlage im Gewebe haften blieb, lässt sich mit einem kurzen Zug am Rückholfaden leicht wieder lösen. Nur selten kommt es dabei zu einem deutlich spürbaren Schmerz. Die meisten Patientinnen sind verblüfft, wie schnell und harmlos alles vonstatten ging und klettern mit einem „Wie, das war’s schon?“ erleichtert vom Stuhl.

Gynefix-Kupferkette

Kunst im Wartezimmer – Teil 2

06. Januar 2019

Wartezimmerkunst_klNach „Bunter Lastwagen mit Krickelkrackel“ haben wir nun noch ein weiteres Wartezimmerkunstwerk vor dem Papierkorb gerettet. Auch „Mann mit Rasenmäher und Pferdestudie“ ist eine kleine Betrachtung wert.

Auffällig sind der kräftige und selbstbewusste Strich wie auch die Detailgenauigkeit des Rasenmähers. Ein bisschen liegt die Vermutung nahe, dass sich der männliche Begleiter einer Patientin hier selbst verewigt hat. Vielleicht um dem Kind, das es im Wartezimmer zu beschäftigen gilt, Papas fleißige Arbeit im Garten nahe zu bringen?

Auch die Pferdeskizze zeigt in der anmutigen Biegung des Halses und der klaren Kontur der Backenknochen eine im Zeichnen geübte Hand. An den Pferdebeinen muss allerdings noch ein wenig gearbeitet werden – wenn ich das mal so direkt sagen darf. Die Beine sind aber auch echt das schwerste! Dafür ist die prächtig runde Hinterbacke durchaus gelungen. Ich selbst bin nie über „Pferdekopf mit ein bisschen Hals dran“ hinaus gekommen.

Der Künstler – die Künstlerin? – bleiben ungenannt und nehmen es mir hoffentlich nicht übel, dass ich ohne zu fragen (wen auch?) das private kleine Werk ans Licht der Öffentlichkeit zerre.

Gorillas first!

27. November 2018

Gorilla Mpenzi_Zoo_BerlinSeitdem der allgemeine Egotrip die große und kleine Politik bestimmt, muss man sich um den Frieden in der Welt ernsthaft Sorgen machen. Ein Rätsel ist mir der Erfolg all derjenigen, die ausgrenzen, spalten und Zwietracht säen. Manchmal habe ich schon gar keine Lust mehr die Zeitung aufzuschlagen.

Vor einigen Wochen jedoch gab es in Spiegel-„offline“ eine Meldung, die mir wieder Hoffnung macht:
Gorillamännchen, die beim Kinderhüten helfen, haben bessere Chancen bei den Weibchen. Verhaltensforscher haben festgestellt, dass Gorillaweibchen weniger auf Muskeln und martialisches Auftreten stehen, sondern auf kinderliebe Männchen, die sich regelmäßig um den Nachwuchs kümmern.

Wenigstens bei den Affen scheint die Welt noch in Ordnung zu sein und „Ich! Ich! Ich!“ nicht das oberste Prinzip.

(Bild: ©Zoo Berlin)


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