Pulse of Europe: Das Herz schlägt!

21. Februar 2017

pulse of europeBislang habe ich politische Themen an dieser Stelle nur leicht angetippt, meistens jedoch großräumig umfahren. Aber jetzt mag nicht mehr.

Hasskommentare und Heilgesänge, Trumpgetöse und Twittergeschwätz, fake news und Fremdenhass: Bei jedem Blick ins Internet, bei jeder Lektüre von online.dies und online.das kann einem angst und bang werden.

Aber auch wir haben unseren Platz im Netz und können liken und verlinken. So zum Beispiel auf

Pulse of Europe

– eine spannende internationale Bewegung, die zeigt, dass das Herz Europas noch schlägt und Hoffnung macht.

Übrigens: jeden Sonntag 14.00 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz (bis zum 12.3.).

‚I told no!‘

31. Januar 2017

I_told_noDiese ausdrucksvolle künstlerische Auseinandersetzung einer jungen Frau nach sexuellem Übergriff wurde von ‚Women’s March on Washington‘ inspiriert. Sie möchte sich gegen das frauenfeindliche Weltbild wehren und die persönliche Erfahrung bekannt machen. Die Studentin setzt ein Zeichen, das Tausende Menschen berührt.

Mit verschiedenen Farben unterscheidet sie die Berührungen ihrer Familienmitglieder von jemandem, der sie mit Gewalt berührt hat. ‚I told no‘ in rot zeigt die Stellen in ihrem Intimbereich, am Hals und an ihrem Arm.

„I made this project largely for myself to actually visualize the lasting impact that touch can have on an individual“, sagte Emma zu Buzzfeed.

“Some people told me they burst into tears after viewing the piece and others thanked me repeatedly for creating it. I really don’t have the words to describe how it makes me feel,” fügte sie zu.

Man kann nur hoffen, dass mehrere Frauen sich trauen, ihre Erfahrungen offen zu legen, um das Verständnis für die Problematik der sexuellen Gewalt zu steigern.

P. Dostal

Emma Krenzer on Twitter

 

Alkohol in der Schwangerschaft:
Null-Promille ohne Wenn und Aber!

20. Januar 2017

Während der Schwangerschaft gilt die Null-Promille-Grenze. Ohne Wenn und Aber. Denn auch geringe Mengen an Alkohol können schwere Schäden beim Ungeborenen hervorrufen.

Wer allerdings vermutet, das sei allgemein bekannt und akzeptiert, wird durch die erschreckenden Zahlen einer neuen Untersuchung eines Besseren belehrt: Weltweit trinkt fast jede zehnte werdende Mutter Alkohol. In Deutschland greift sogar jede vierte Schwangere zum Glas.

Eine breite Aufklärung tut not. In Europa leiden rund 37 von 10.000 Neugeborenen an den Folgen des Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft. Damit tritt das fetale Alkoholsyndrom häufiger auf als die Trisomie 21 (Down-Syndrom).

Spiegel Online: Schwangerschaft und Alkohol
BZgA: Infos für Schwangere
Tipps für die Schwangerschaft

(Bild: ©iStockphoto.com)

Kinderwunsch: Eisprung-Tracker am Handgelenk

07. Januar 2017

c2a9istockphotocom_bloodstoneEine interessante Neuigkeit für Paare mit Kinderwunsch: Auf der CES – der Elektronikmesse in Las Vegas – wurde ein so genannter „Eisprung-Tracker“ vorgestellt, der die fruchtbaren Tage im weiblichen Monatszyklus ermittelt.

Der Sensor wird nachts am Handgelenk getragen, misst neun verschiedene Vitalwerte des Körpers und wird morgens mit einer speziellen App synchronisiert. Die Wahrscheinlichkeit, mit der das „Wearable“ das Fruchtbarkeitsfenster erkennt, beträgt laut Hersteller 89,9%. Damit wäre das High Tech-Armband deutlich zuverlässiger als Eisprungrechner, Temperaturmethode oder sonstige Zyklus-Apps.

Im Februar kommt der neue Eisprung-Tracker auf den europäischen Markt. Angeboten wird das smarte Gerät für Paare mit Kinderwunsch, die ihre Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung erhöhen wollen. Vorausgesetzt, die Genauigkeit der Messergebnisse lässt sich noch steigern, ist aber auch die Weiterentwicklung zu einer praktikablen Verhütungsmethode denkbar.
Knaus-Ogino 2.0: Das wären nun wirklich spannende Aussichten!

FAZ: CES – Consumer Electronics Show 2017
Mehr zum Thema Kinderwunsch

(Bild: ©istockphoto.bloodstone)

Alles Gute für 2017!

02. Januar 2017

firework
Wir wünschen allen unseren Patientinnen
ein gutes, gesundes und friedliches neues Jahr!

Während der Schulferien bleibt unsere Praxis geöffnet. Die aktuellen Sprechzeiten erfahren Sie hier:

Öffnungszeiten während der Schulferien

Pränatale Diagnostik Stuttgart: Down Syndrom Bluttest

10. Dezember 2016

Down Syndrom BluttestDen pränatalen DNA-Test zur frühzeitigen Feststellung einer Trisomie (z.B. Down Syndrom) gibt es nun schon seit einigen Jahren. Immer häufiger nutzen werdende Eltern dieses Angebot der nicht-invasiven pränatalen Diagnostik. Auch in unserer Praxis gehört der „Harmony-Test“ zum Alltag.

Über eine einfache Blutuntersuchung der werdenden Mutter lässt sich die Wahrscheinlichkeit ermitteln, mit der das ungeborene Kind eine Trisomie oder eine Störung der Geschlechtschromosomen hat. Der Bluttest kann schon ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden und hat bei der Trisomie 21 eine Entdeckungsrate von über 99%.

Eine Treffsicherheit von fast 100% ist beeindruckend. Ein unauffälliges Testergebnis kann leicht den Eindruck vermitteln, auch weitere mögliche Behinderungen des Ungeborenen seien damit ausgeschlossen. Doch diese Sicherheit ist trügerisch. Der pränatale DNA Test eignet sich allein zur Risikoberechnung bestimmter Chromosomenstörungen und sollte nur in Kombination mit einem feindiagnostischen Ultraschall durchgeführt werden.

Der pränatale DNA-Test ist umstritten und löst immer wieder Diskussionen aus. Die Kritiker warnen vor einer zunehmenden frühen Selektion von Behinderten. Tatsächlich entscheiden sich die meisten werdenden Eltern nach einer Down-Syndrom-Diagnose für den Abbruch der Schwangerschaft. Kommt unter natürlichen Bedingungen eines von ca. 660 Kindern mit einer Trisomie 21 auf die Welt, so sind es heute in Deutschland weniger als eines von 2000 Kindern. Die Befürworter hingegen betonen, dass der Einsatz des harmlosen Tests zu einem Rückgang invasiver Untersuchungen wie z.B. Fruchtwasseruntersuchungen führt und damit die Zahl der eingriffsbedingten Fehlgeburten senkt.

Die Entscheidung für oder gegen einen solchen Test ist nicht leicht und muss gut überlegt sein. Werdende Eltern sollten sich frühzeitig und umfassend informieren.

Pränataler DNA-Test, Down Syndrom Bluttest

(Bild: ©iStockphoto.com/YinYang)

Stuttgart, eine Stadt voller Kerle

30. November 2016

stuttgart_maennerImmer auf der Suche nach Ideen für meine Blogbeiträge, war ich doch hoch beglückt, als ich auf spiegel online über die oben genannte Schlagzeile stolperte. Prima, dachte ich. Das ist doch was. „Stuttgart versinkt im Männerüberschuss!“ Ein nettes Thema, leicht und locker, humorvoll und witzig.

Doch nach einer kleinen Rechercherunde im Netz zum Thema Männerüberschuss war Schluss mit lustig. Ruckzuck landete ich auf Internetseiten, auf denen Hasskommentare zur „Masseneinwanderung junger, männlicher Flüchtlinge“ jedes Gefühl von Leichtigkeit und Lockerheit zunichte machten.

Kein Platz also für Humor, wenn es um Politik und Gesellschaft geht? Müssen wir klein beigeben, wenn wir Missgunst, Zwietracht und bösartige Kommentaren begegnen? Eigentlich wollte ich was Lustiges schreiben. Doch irgendwie ist mir – für heute – die Lust vergangen.

Ach übrigens: Wer es fernab aller Stammtischparolen genau wissen möchte, kann sich über alle Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung beim Statistischen Landesamt direkt informieren. Das ist zwar eine ziemlich trockene Angelegenheit und sicher auch nicht witzig, aber immer noch eine angenehmere Lektüre als Hasskommentare im Internet.

Grippeschutzimpfung für Schwangere

14. Oktober 2016

Grippeschutzimpfung, InfluenzaEigentlich würde ich ja lieber etwas über Frühlingsgefühle schreiben, aber wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken und sollten den Stier bei den Hörnern packen. Das Thema der Saison heißt Grippeschutzimpfung und die alljährliche Frage lautet „Impfen ja oder impfen nein?“

Die Antwort aller Ärzte, Gesundheitsorganisationen und Krankenkassen ist eindeutig: Impfen ja. Empfohlen wird die Impfung gegen die saisonale Grippe für ältere Menschen, für chronisch Kranke und für all diejenigen, die mit vielen Menschen zusammenkommen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung gegen Influenza ausdrücklich auch für Schwangere.

Es ist ein gutes Gefühl, gesundheitsbewusst und wohl gerüstet in die kalte Jahreszeit zu starten und so bieten wir ab sofort allen unseren Patientinnen – insbesondere den werdenden Müttern – die Impfung gegen die saisonale Influenza an.

www.impfen-info.de

(Bild: ©iStockphoto.com_Blue_Cutler)

Trisomie 21: Test auf Down-Syndrom bald Kassenleistung?

25. August 2016
11. Schwangerschaftswoche

12. Schwangerschaftswoche

Der Bluttest zur Früherkennung von Trisomie 21 (Down-Syndrom) und anderen Chromosomenstörungen  wie z.B. Trisomie 13 und 18 wird von den gesetzlichen Kassen derzeit nicht bezahlt. Das könnte sich aber bald ändern.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will prüfen, ob Bluttests in der Schwangerschaft zur Früherkennung des Down-Syndroms künftig von den Krankenkassen bezahlt werden.

Dies wird zu einer breiten gesellschaftspolitischen Diskussion führen. Während die Kritiker des Pränataltests ethische und moralische Bedenken haben, verweisen die Befürworter auf die Vorteile des Bluttests gegenüber invasiven pränataldiagnostischen Untersuchungen wie z.B. einer Fruchtwasserpunktion.

Zum Einstieg in die Diskussion zwei interessante Links:

Spiegel-online
Deutsches Ärzteblatt

Spiralomat aktuell:
Kupferperlenball und kleine Hormonspirale

20. August 2016

Spiralomat_neuSeit drei Jahren ist unser „Spiralomat – der Spiralenfinder“ – online. Wer  einer Alternative zur Pille sucht, kann hier einen kleinen Fragekatalog anklicken und sich eine passende Spirale empfehlen lassen.

Die schnelle Antwort auf die Frage „Welche Spirale ist die richtige für mich?“ kann zwar kein ausführliches Arztgespräch ersetzen, bringt aber das Wichtigste auf den Punkt und Ratlose auf Ideen.

Mittlerweile haben rund 3000 Userinnen das Angebot genutzt und damit eine kleine Statistik zum Verhältnis von Lebensalter und Spiralenwahl ermöglicht. Ein Klick – und sei es nur aus Neugier – lohnt sich.

Den Spiralenfinder haben wir nun aktualisiert und um den Kupferperlenball (IUB) und die kleine Hormonspirale Jaydess erweitert. Wer also das Spiel mit den Möglichkeiten ausprobieren will, hat gute Chancen, eine neue Antwort auf die alte Frage nach der passenden Verhütung zu bekommen.

Spiralomat – Der Spiralenfinder

(Bild: ©iStockphoto.com/Leonardo Patrizi)


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