Mutterschaftsvorsorge: Wichtige Tests
werden von den Krankenkassen nicht übernommen

istockphoto.com_trait2lumiere_klDie individuellen Gesundheitsleistungen – „IGeL“ – als zusätzliches Angebot in Arztpraxen sind ein beliebtes Thema in der Presse. Die Berichterstattung ist in der Regel kritisch. Es ist von „Abzocke durch die Ärzte“ die Rede und von unnötigen Untersuchungen. Fast alle Artikel verweisen auf den IGeL-Monitor, der Patienten über Sinn und Unsinn der angebotenen Leistungen informieren, bei Entscheidungen helfen und „vor Schaden bewahren“ soll.

Nur wenige der individuellen Gesundheitsleistungen werden im IGeL-Monitor positiv bewertet – was den Schluss nahe legt, dass nur gut und notwendig ist, was auch von den Kassen bezahlt wird. Dass der IGeL-Monitor selbst vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen in Auftrag gegeben ist, ist in diesem Zusammenhang eine wichtige Information.

IGeL-Leistungen kommen in der Presse nicht gut weg. Erwähnenswert ist deshalb eine Meldung, die das Problem aus einer anderen Perspektive betrachtet. So ist derzeit auf welt.de zu lesen, dass viele Schwangere auf wichtige Tests verzichten, wenn sie nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Eine bedenkliche Entwicklung, denn die Folgen einer Infektion z.B. mit Toxoplasmose und B-Streptokokken können für das Kind dramatisch sein.

Ärzte fordern die Übernahme der Labortests in die Regelversorgung der Schwangeren. Da dies in einigen europäischen Ländern bereits Standard ist, stehen die Chancen gut, dass sich die Richtlinien auch in Deutschland ändern. Bis es soweit ist, bleibt nur eins: IGeL.

Mutterschaftsvorsorge: erweiterte Labordiagnostik

(Bild: ©iStockphoto.com)

Be Sociable, Share!

Tags: , ,

Eine Antwort hinterlassen

Zum Kommentieren muss man angemeldet sein


Copyright © 2016 | Impressum
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de     Bloggeramt.de     Blog Top Liste - by TopBlogs.de     Add to Technorati Favorites     Subscribe with Bloglines     Blog