Mit ‘Kassenleistungen’ getaggte Artikel

Erweiterter Basis-Ultraschall: Eine Mogelpackung?

Freitag, 19. Juli 2013

Neuigkeiten für Schwangere: Seit Anfang Juli 2013 übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für eine zusätzliche Untersuchung bei der Mutterschaftsvorsorge. Beim Screening im zweiten Schwangerschaftsdrittel können die werdenden Mütter über den bisherigen Basis-Ultraschall hinaus eine „erweiterte“ Basis-Ultraschalluntersuchung in Anspruch nehmen, bei der ein Teil der kindlichen Organe auf Fehlbildungen hin untersucht wird.

Die Kasse zahlt. Das hört sich immer gut an. Doch leider erweist sich die scheinbar großzügige Neuerung der Mutterschaftsrichtlinien als heikler Fall: Die als „Organ-Ultraschall“ angebotene Untersuchung ist mit dem umfangreichen feindiagnostischen Organ-Ultraschall auf Degum 2-Niveau nicht zu vergleichen und wird von Fachleuten heftig kritisiert. Sie gilt als halbherziger Kompromiss, als Mogelpackung, als Billiglösung.

In der Praxis ist viel Informationsarbeit zu leisten. Vor einer Entscheidung wollen die werdenden Eltern natürlich gut beraten werden. Basis-Ultraschall? Erweiterter Basis-Ultraschall? Feindiagnostik? Die Entscheidung für die Untersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche ist nicht einfach. Klein? Mittel? Groß? Hilfreich ist es, sich selbst gut zu informieren und Für und Wider sorgfältig abzuwägen.

Allen, die mehr wissen wollen, empfehlen wir folgende Links:

Basis-Ultraschalluntersuchungen

Pränatalmedizin: Ein fragwürdiger Kompromiss für Mütter

Erweiterter Ultraschall in der Schwangerschaft

Mutterschaftsrichtlinien: Was zahlt die Kasse?

Montag, 28. März 2011

schwangerWerdende Eltern wollen das Beste für ihr Baby. Sie wollen gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind so gering wie möglich halten und eine optimale Betreuung während der Schwangerschaft. Das ist das selbstverständliche Recht verantwortungsvoller Eltern. Klärungsbedarf gibt es erst dann, wenn es um die Kosten geht: Was zahlt die Kasse, was zahlt sie nicht?

Entscheidungsgrundlage für die Kostenübernahme einzelner Untersuchungen sind die „Mutterschaftsrichtlinien“, die vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen erarbeitet wurden. Darin findet sich der Hinweis, dass die ärztliche Betreuung der gesetzlich Versicherten „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ zu sein hat. Auf gut Deutsch: Die Kasse zahlt nicht alles.

Gesundheitspolitisch gesehen ist die Beschränkung der Kostenbelastung der Krankenkassen nachvollziehbar, denn nur so lässt sich die medizinische Grundversorgung aller Versicherten garantieren. Für viele Eltern ist es jedoch ärgerlich, wenn sie trotz steigender Versicherungsbeiträge für einzelne Leistungen einer umfassenden Mutterschaftsvorsorge selbst aufkommen müssen.

Informieren Sie sich selbst! Mutterschaftsrichtlinien

(Bild: ©istock.com_MariyaL)


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