Mit ‘Mutterschaftsrichtlinien’ getaggte Artikel

Schwangerschaft: Toxoplasmose-Gefahr unterschätzt?

Mittwoch, 09. März 2016
37. Schwangerschaftswoche

37. Schwangerschaftswoche

Wir wissen das: Nicht alle Untersuchungen, die empfehlenswert sind, werden auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Das mag ärgerlich oder auch fragwürdig sein, wenn dies die medizinische Betreuung während einer Schwangerschaft betrifft. Schließlich möchten alle werdenden Eltern das Beste für ihr Kind.

Doch auch die Mutterschaftsrichtlinien basieren nicht nur auf medizinischen Erkenntnissen, sondern auch auf einer wirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Berechnung. Umso wichtiger ist es, sich selbst gut zu informieren, um entscheiden zu können, welche Untersuchungen über die Routinemaßnahmen hinaus sinnvoll sind.

Neue medizinische Erkenntnisse betreffen die Gefahr einer Toxoplasmose-Infektion während der Schwangerschaft, die offenbar häufig unterschätzt wird. Der Test, der Aufschluss darüber gibt, ob eine Schwangere gegen eine Toxoplasmose-Infektion immun oder durch eine Erstinfektion gefährdet ist, wird von den Kassen bislang nur übernommen, wenn ein begründeter Infektionsverdacht vorliegt. Die Durchführung des Tests als individuelle Gesundheitsleistung, d.h. auf eigene Kosten, ist aber durchaus empfehlenswert.

Allen, die sich informieren möchten, empfehlen wir folgende Artikel:

Spiegel-online: Toxoplasmose-Gefahr unterschätzt

Deutsches Ärzteblatt: Toxoplasmose häufig unentdeckt

Erweiterter Basis-Ultraschall: Eine Mogelpackung?

Freitag, 19. Juli 2013

Neuigkeiten für Schwangere: Seit Anfang Juli 2013 übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für eine zusätzliche Untersuchung bei der Mutterschaftsvorsorge. Beim Screening im zweiten Schwangerschaftsdrittel können die werdenden Mütter über den bisherigen Basis-Ultraschall hinaus eine „erweiterte“ Basis-Ultraschalluntersuchung in Anspruch nehmen, bei der ein Teil der kindlichen Organe auf Fehlbildungen hin untersucht wird.

Die Kasse zahlt. Das hört sich immer gut an. Doch leider erweist sich die scheinbar großzügige Neuerung der Mutterschaftsrichtlinien als heikler Fall: Die als „Organ-Ultraschall“ angebotene Untersuchung ist mit dem umfangreichen feindiagnostischen Organ-Ultraschall auf Degum 2-Niveau nicht zu vergleichen und wird von Fachleuten heftig kritisiert. Sie gilt als halbherziger Kompromiss, als Mogelpackung, als Billiglösung.

In der Praxis ist viel Informationsarbeit zu leisten. Vor einer Entscheidung wollen die werdenden Eltern natürlich gut beraten werden. Basis-Ultraschall? Erweiterter Basis-Ultraschall? Feindiagnostik? Die Entscheidung für die Untersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche ist nicht einfach. Klein? Mittel? Groß? Hilfreich ist es, sich selbst gut zu informieren und Für und Wider sorgfältig abzuwägen.

Allen, die mehr wissen wollen, empfehlen wir folgende Links:

Basis-Ultraschalluntersuchungen

Pränatalmedizin: Ein fragwürdiger Kompromiss für Mütter

Erweiterter Ultraschall in der Schwangerschaft


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