Qualitätsmanagement: Wir sind re-re-re-zertifiziert!

16. Juli 2018

QEP_Logo_klWas das Qualitätsmanagement angeht, sind wir ja mittlerweile alte Hasen. Vor 9 Jahren zertifiziert, alle drei Jahre überprüft und nun also re-re-re-zertifiziert. Ja, ja, ja, das hört sich etwas albern an. Dabei ist das „re-re-re“ eine echte Herausforderung!

Eine Re-re-re-Zertifizierung erhält, wer Durchhaltevermögen, Zähigkeit und einen langen Atem hat. Re-re-re-zertifiziert wird, wer sich von bürokratischen Neuregelungen nicht entmutigen lässt, wer die steigende Anzahl der Leitzordner mit Humor zur Kenntnis nimmt und sich nicht im Gestrüpp von Checklisten und Arbeitsanweisungen verliert.

Wie schon drei Jahre zuvor bei der Re-re-Zertifizierung freuen wir uns über die erneute Auszeichung und nehmen das Re-re-re als dreifaches Hurra aufs Team!

Datenschutz, Datenschutz, Datenschutz!

03. Juni 2018

Hatten Sie in den letzten Wochen auch so viele E-Mails zum Datenschutz bekommen? Ihre-Daten-sind-uns-wichtig-Erklärungen, Wir-können-auch-alles-wieder-löschen-Versicherungen und Lesen-Sie-sich-bitte-folgende-10-Seiten-durch-Empfehlungen …

Das Inkrafttreten der Europäischen Datenschutzgrundverordnung Ende Mai hat bei allen Unternehmen, Verbänden und Vereinen hektische Betriebsamkeit ausgelöst. Was für mich im Privaten eine gute Gelegenheit war, mich von lästigen Newslettern zu befreien, ist beruflich allerdings zum Haare raufen!

Natürlich ist auch uns der Datenschutz wichtig. Die Schweigepflicht für Ärzte und Praxismitarbeiter hat es schon immer gegeben und ist gewissermaßen heilig. Nun aber droht der Datenschutz vor lauter Bürokratie aus allen Nähten zu platzen. Wer es genau wissen will, kann gerne mal auf den Text der EU-DSGVO direkt klicken.

Wichtig für unsere Patientinnen, die wir nun immer häufiger um Einwilligungserklärungen und Schweigepflichtsentbindungen bitten müssen, sind die folgenden Informationen unserer Praxis:

Patienteninformation zum Datenschutz

Frauenbild der 60er-Jahre:
Ewigkeiten her?

04. April 2018

AusstellungVor kurzem war ich in der 60-er Jahre-Ausstellung im Haus der Geschichte. Eine überschaubare und kurzweilige Präsentation, lohnenswert und voller Begegnungen mit vergessen geglaubten Parolen, Rhythmen und Moden: Notstandsgesetze und Vietnamkrieg, Beatmusik und E-Gitarre, Minirock und Maxikleid – Ewigkeiten her!

Nettes Ausstellungsstück: Anovlar 21, die Anti-Baby-Pille aus dem Jahr 1964. Ein echter Hormonhammer – verglichen mit der Pille von heute. Ein Hammer auch die damalige Verschreibungspraxis. Die Verhütungspille gab es nur für Frauen, die schon Kinder hatten und verheiratet (!) waren.

Die Sorge der Ärzte/Männer/Politiker um die sexuelle Moral war groß und das Frauenbild – sagen wir mal – „schräg“. Wer weiß, was Frauen alles anstellen, wenn sie erstmal losgelassen … Was war das nur für eine bizarre Vermischung von ärztlicher Betreuung und moralischer Bevormundung erwachsener Frauen? Ewigkeiten her und heute kaum mehr vorstellbar!

Ewigkeiten her? Heute kaum mehr vorstellbar? Betrachten wir doch mal die aktuelle Diskussion um den § 219a StGB – dem so genannten „Werbeverbot für Abtreibungen“. Allein die Information über das Leistungsspektrum einer Praxis gilt als Werbung und ist verboten. Demzufolge hat es eine Frau in Not, die sich eigenständig und ausführlich informieren will, selbst im Zeitalter des Internets unnötig schwer. Informationen gibt es nur über die Beratungsstellen. Eigenständigkeit ist nicht gewollt, Bevormundung sehr wohl.

Über das Frauenbild von 1964 kann ich gerne lachen. Geschenkt. Ewigkeiten her. Aber im Jahr 2018 sind wir weiter und die Bevormundung erwachsener Frauen ist nicht mehr witzig, sie ist einfach absurd.

Die 60er Jahre in Baden-Württemberg

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten …

13. Februar 2018

Sex_Podcast

Es wird eine Menge über Sex gesprochen und geschrieben. Das Netz ist voll von intimen Geständnissen, ausgeplauderten Geheimnissen und öffentlich diskutierten Vorlieben. Die Zeiten sind nicht prüde und das Internet bietet Blogs, Portale und Ratgeber in großer Zahl.

Es ist viel Blödsinn darunter – pseudomedizinische „Abhandlungen“, Belanglosigkeiten, Schmuddelkrams. Manchmal jedoch hat man Glück mit dem Klick:  So findet man auf zeit.online den Sexpodcast „Ist das normal?“, ein regelmäßiger Beitrag der Wissenschaftsredaktion in Zusammenarbeit mit einer Ärztin und Sexualtherapeutin.

Die Themen sind vielseitig, die Beiträge wissenschaftlich fundiert und die jeweiligen Gespräche locker und unverkrampft. Es lohnt sich reinzuhören.

Sexpodcast: Ist das normal?

Schmerzen bei der Spiraleneinlage?
Nachgefragt bei den Patientinnen

26. Januar 2018

Bei unserer Umfrage zur Spiraleneinlage wollten wir auch wissen, ob der Eingriff als unangenehm oder schmerzhaft empfunden wurde. Diese Frage beschäftigt sicher viele, die eine nicht-hormonelle Verhütung suchen und sich eventuell eine Kupferspirale, Kupferkette oder einen Kupferperlenball legen lassen wollen.

Die Einlage einer Spirale ist natürlich keine Prozedur, die man täglich über sich ergehen lassen möchte. Allerdings ist der Schmerz recht kurz und die meisten Patientinnen stecken den Eingriff gut weg. Hilfreich ist dabei auch die Einnahme einer Schmerztablette etwa eine Stunde vorher.

Von den 50 befragten Patientinnen haben immerhin fast die Hälfte den Schmerz als „gut erträglich“ oder „erträglich“ bezeichnet. Auch „unangenehm“ könnte man in diesem Fall noch auf der Haben-Seite verbuchen.

Einige Patientinnen haben allerdings die Einlage als schmerzhaft oder auch extrem schmerzhaft empfunden. Wir hoffen natürlich, dass auch diese Patientinnen, das unangenehme Erlebnis schnell überwunden haben und nun die Vorteile einer langfristigen Verhütung (bis zu 5 Jahren) zu schätzen wissen.

Wie haben Sie die Einlage der Spirale empfunden? Anzahl
gut erträglich 8
erträglich 15
unangenehm 6
schmerzhaft 13
extrem schmerzhaft 8

Zufrieden mit der Spirale?
Nachgefragt bei den Patientinnen

17. Januar 2018

frau_mit_bambus_kleinVor ein paar Wochen hatten wir eine kleine Umfrage unter den Patientinnen durchgeführt, die sich bei uns eine Spirale haben legen lassen. In erster Linie wollten wir erfahren, wie wir unseren Service weiterhin verbessern können.

Ob die Frauen zufrieden sind mit Gynefix & Co., interessiert aber sicher auch alle, die sich über einen Wechsel der Verhütungsmethode Gedanken machen.

Wir haben 50 Patientinnen befragt. Die meisten hatten sich eine Kupferkette legen lassen und waren zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Die Durchschnittsnote bei der Zufriedenheit lag bei 1,7 – wenn man Schulnoten von 1-5 zugrunde legt.

Hätte ich schon viel, viel, viel früher machen sollen :-)“
war einer der netten Kommentare auf dem Fragebogen.

Im einzelnen sahen die Antworten so aus:

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem neuen Verhütungsmittel? Anzahl
sehr zufrieden 29
zufrieden 13
unentschieden 5
unzufrieden 1
sehr unzufrieden 2

Mutterschutz: Neue Regelungen 2018

05. Januar 2018

Schwangerschaft_TippsDer Mutterschutz war in die Jahre gekommen. Seit 1952 hatte sich kaum etwas an den gesetzlichen Regelungen zum Schutz schwangerer Frauen und Mütter getan. Seit Beginn des neuen Jahres ändert sich das nun.

Das Mutterschutzgesetz wurde modernisiert und der heutigen Lebenswirklichkeit angepasst. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören

  • die Ausweitung des Schutzes auch auf Schülerinnen und Studentinnen
  • die Verlängerung der Schutzfrist bei Früh- und Mehrlingsgeburten sowie bei einem Kind mit Behinderung
  • der besondere Kündigungschutz bei einer Fehlgeburt nach dem 4. Monat
  • die Verpflichtung des Arbeitgebers für einen gefahrlosen Arbeitsplatz zu sorgen
  • die individuelle Gestaltungsmöglichkeit von Feiertags- und Nachtarbeit (bis 22.00 Uhr)

Schwangere und Mütter sollten sich über den Schutz, der ihnen und ihrem Kind in dieser besonderen Lebensphase zusteht, gut informieren:

Mutterschutzgesetz

Alles Gute zum neuen Jahr!

02. Januar 2018

fireworkWir wünschen allen unseren Patientinnen
ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Während der Schulferien bleibt unsere Praxis geöffnet.
Die aktuellen Sprechzeiten erfahren Sie hier:

Öffnungszeiten während der Schulferien

#MeToo: Der digitale Aufschrei

09. Dezember 2017

metooDie #MeToo-Debatte zieht immer weitere Kreise. Inzwischen haben Millionen von Frauen über Twitter sexuelle Übergriffe auf sie öffentlich gemacht.

Nun hat das US-Magazin Time den Frauen und Männern, die mit der #MeToo-Bewegung das Schweigen über den alltäglichen Sexismus gebrochen haben, den Titel „Person of the year 2017“ verliehen.

#MeToo ist nicht mehr zu bremsen. Die weltweite Bewegung hat eine wichtige und auch überfällige gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Dies ist zumindest ein Anfang. Ob sich nun auch etwas ändert, bleibt abzuwarten.

Sicher ist: Die Bewegung darf nicht im Massen-Tweet stecken bleiben. Die Solidarität unter betroffenen Frauen ist wichtig, doch gemeinschaftliches Wundenlecken allein reicht nicht aus. „FuckYou“ statt „MeToo“ mag zwar etwas derb formuliert sein, doch der Gedanke dahinter ist richtig: Wir brauchen keinen digitalen Aufschrei, wir müssen im Augenblick des Übergriffs laut werden.

Zeit.online: Raus aus dem Opferstatus

Interne Fortbildungen:
Das Wartezimmer für uns

27. November 2017

Fortbildung_klÜber das, was unsere Patientinnen so im Wartezimmer machen, habe ich mich ja bereits ausgelassen: Zeitschriften lesen, über unser freies WLAN im Internet surfen oder Bilder malen. Was man eben so macht, wenn man wartet.

Aber was machen eigentlich wir – also das Praxisteam – so im Wartezimmer? Vielleicht nicht so irre wichtig, aber der Vollständigkeit halber gehört auch das zum Wartezimmer-Blog und so plaudere ich jetzt mal ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Hin uns wieder nutzen wir unser Wartezimmer als Schulungsraum für kurze interne Fortbildungen bei einer unserer beiden Ärztinnen. Themen gibt es reichlich und Bedarf ist immer da. Schließlich wollen alle Praxismitarbeiterinnen die Fragen der Patientinnen z.B. nach den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Spiralen, nach der Nackentransparenzmessung oder der Krebsvorsorge kompetent beantworten können.

Die Idee der internen Fortbildungen hat sich bewährt. Die kurzen Schulungen, die lockeren Frage-Runden fördern nicht nur die fachliche Kompetenz der Mitarbeiterinnen sondern sind auch immer gut fürs Betriebsklima.


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