Archiv für die Kategorie ‘News’

Hormonspiralen im Verdacht:
Krank durch Verhütung?

Sonntag, 04. Juni 2017

Das ist ja mal wieder typisch! Kaum verkündet man einen vielversprechenden (?) Neuzugang auf dem Verhütungsmarkt, kommt der Dämpfer:

Die drei Hormonspiralen Mirana, Kyleena und Jaydess stehen im Verdacht psychische Störungen auszulösen, was vom Hersteller möglicherweise verharmlost wird. Die Prüfung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) läuft.

www.spiegel.de:
Hormonspiralen – Psychisch krank durch Verhütung?

Die Empfängnisverhütung ist und bleibt ein schwieriges Dauerthema. Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Verhütungsmethode ist ein Abwägen von Risiken und Nebenwirkungen nach der Devise „Irgendeine Kröte muss man immer schlucken“. Das mag zwar ärgerlich sein, klar ist aber auch: Alles ist besser als eine ungewollte Schwangerschaft.

So bleibt tatsächlich nichts anderes übrig, als sorgsam zu prüfen, abzuwägen und auszuprobieren.

Spiralomat – Der Spiralenfinder

Alkohol in der Schwangerschaft:
Null-Promille ohne Wenn und Aber!

Freitag, 20. Januar 2017

Während der Schwangerschaft gilt die Null-Promille-Grenze. Ohne Wenn und Aber. Denn auch geringe Mengen an Alkohol können schwere Schäden beim Ungeborenen hervorrufen.

Wer allerdings vermutet, das sei allgemein bekannt und akzeptiert, wird durch die erschreckenden Zahlen einer neuen Untersuchung eines Besseren belehrt: Weltweit trinkt fast jede zehnte werdende Mutter Alkohol. In Deutschland greift sogar jede vierte Schwangere zum Glas.

Eine breite Aufklärung tut not. In Europa leiden rund 37 von 10.000 Neugeborenen an den Folgen des Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft. Damit tritt das fetale Alkoholsyndrom häufiger auf als die Trisomie 21 (Down-Syndrom).

Spiegel Online: Schwangerschaft und Alkohol
BZgA: Infos für Schwangere
Tipps für die Schwangerschaft

(Bild: ©iStockphoto.com)

Kinderwunsch: Eisprung-Tracker am Handgelenk

Samstag, 07. Januar 2017

c2a9istockphotocom_bloodstoneEine interessante Neuigkeit für Paare mit Kinderwunsch: Auf der CES – der Elektronikmesse in Las Vegas – wurde ein so genannter „Eisprung-Tracker“ vorgestellt, der die fruchtbaren Tage im weiblichen Monatszyklus ermittelt.

Der Sensor wird nachts am Handgelenk getragen, misst neun verschiedene Vitalwerte des Körpers und wird morgens mit einer speziellen App synchronisiert. Die Wahrscheinlichkeit, mit der das „Wearable“ das Fruchtbarkeitsfenster erkennt, beträgt laut Hersteller 89,9%. Damit wäre das High Tech-Armband deutlich zuverlässiger als Eisprungrechner, Temperaturmethode oder sonstige Zyklus-Apps.

Im Februar kommt der neue Eisprung-Tracker auf den europäischen Markt. Angeboten wird das smarte Gerät für Paare mit Kinderwunsch, die ihre Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung erhöhen wollen. Vorausgesetzt, die Genauigkeit der Messergebnisse lässt sich noch steigern, ist aber auch die Weiterentwicklung zu einer praktikablen Verhütungsmethode denkbar.
Knaus-Ogino 2.0: Das wären nun wirklich spannende Aussichten!

FAZ: CES – Consumer Electronics Show 2017
Mehr zum Thema Kinderwunsch

(Bild: ©istockphoto.bloodstone)

Trisomie 21: Test auf Down-Syndrom bald Kassenleistung?

Donnerstag, 25. August 2016
11. Schwangerschaftswoche

12. Schwangerschaftswoche

Der Bluttest zur Früherkennung von Trisomie 21 (Down-Syndrom) und anderen Chromosomenstörungen  wie z.B. Trisomie 13 und 18 wird von den gesetzlichen Kassen derzeit nicht bezahlt. Das könnte sich aber bald ändern.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will prüfen, ob Bluttests in der Schwangerschaft zur Früherkennung des Down-Syndroms künftig von den Krankenkassen bezahlt werden.

Dies wird zu einer breiten gesellschaftspolitischen Diskussion führen. Während die Kritiker des Pränataltests ethische und moralische Bedenken haben, verweisen die Befürworter auf die Vorteile des Bluttests gegenüber invasiven pränataldiagnostischen Untersuchungen wie z.B. einer Fruchtwasserpunktion.

Zum Einstieg in die Diskussion zwei interessante Links:

Spiegel-online
Deutsches Ärzteblatt

Freies WLAN: Endlich frei!

Montag, 23. Mai 2016

tetmc@istock_kl.Jaaaa! Das ist doch mal eine gute Nachricht und eine politische Entscheidung ganz nach unserem Geschmack: Wer sein WLAN-Netz für andere öffnet, soll künftig nicht mehr für das Surfverhalten der Nutzer verantwortlich gemacht werden können. Die sogenannte Störerhaftung, der entscheidende juristische Fallstrick beim Anbieten eines freien Internet-Zugangs, wird gekappt. Der Weg zum HotSpot ist frei.

Zum einen freuen wir uns natürlich über die neue Rechtssicherheit. Zum anderen fühlen wir uns als „Trendsetter“ auch ein wenig gebauchpinselt. Schließlich gibt es unseren GynHotSpot schon seit Jahren.

Erinnern wir uns: Bereits im Mai 2009 (!) haben wir für unsere Patientinnen in der Praxis einen freien Zugang zum Internet eingerichtet. Schon seit sieben Jahren also wird in unserem Wartezimmer munter gesurft, gemailt und „ge-whatsappt“ – was die gefühlte Wartezeit beträchtlich verkürzt! Mit illegalen Downloads hatten wir im Übrigen noch kein Problem …

Freies WLAN war 2009 – „damals“ – noch selten, zumindest in Stuttgart. HotSpots in Geschäften, Cafés und Restaurants – wie in anderen Ländern üblich – waren nirgendwo zu finden. Mittlerweile hat Stuttgart aufgerüstet. Free WiFi ist hier und dort nun auch im Ländle zu haben. Mit der neuen Richtungsentscheidung wird das Angebot flächendeckend.

www.faz.net
www.spiegel.de

(Bild: ©iStockphoto.com_tetmc)

Pränataldiagnostik: Recht auf Nichtwissen

Montag, 14. März 2016
14. SSW_2D_US

14. Schwangerschaftswoche

Ein lesenswerter Artikel auf Spiegel online:

In der Schwangerschaft begleitet viele Frauen die Angst, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmen könnte. Die Pränataldiagnostik kann Hinweise auf Krankheiten liefern, birgt aber auch das Risiko falscher Diagnosen und einer großen psychischen Belastung für die Eltern.

Daher sollte man sich vor einer solchen Untersuchung überlegen, welche Folgen ein auffälliger Befund hätte. Am Ende steht oft die Frage: Würde man das Kind bekommen wollen, auch wenn es möglicherweise krank oder behindert ist?



  Untersuchungen während der Schwangerschaft

Schwangerschaft: Toxoplasmose-Gefahr unterschätzt?

Mittwoch, 09. März 2016
37. Schwangerschaftswoche

37. Schwangerschaftswoche

Wir wissen das: Nicht alle Untersuchungen, die empfehlenswert sind, werden auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Das mag ärgerlich oder auch fragwürdig sein, wenn dies die medizinische Betreuung während einer Schwangerschaft betrifft. Schließlich möchten alle werdenden Eltern das Beste für ihr Kind.

Doch auch die Mutterschaftsrichtlinien basieren nicht nur auf medizinischen Erkenntnissen, sondern auch auf einer wirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Berechnung. Umso wichtiger ist es, sich selbst gut zu informieren, um entscheiden zu können, welche Untersuchungen über die Routinemaßnahmen hinaus sinnvoll sind.

Neue medizinische Erkenntnisse betreffen die Gefahr einer Toxoplasmose-Infektion während der Schwangerschaft, die offenbar häufig unterschätzt wird. Der Test, der Aufschluss darüber gibt, ob eine Schwangere gegen eine Toxoplasmose-Infektion immun oder durch eine Erstinfektion gefährdet ist, wird von den Kassen bislang nur übernommen, wenn ein begründeter Infektionsverdacht vorliegt. Die Durchführung des Tests als individuelle Gesundheitsleistung, d.h. auf eigene Kosten, ist aber durchaus empfehlenswert.

Allen, die sich informieren möchten, empfehlen wir folgende Artikel:

Spiegel-online: Toxoplasmose-Gefahr unterschätzt

Deutsches Ärzteblatt: Toxoplasmose häufig unentdeckt

Zika-Epidemie: Schwangere machen sich Sorgen

Dienstag, 09. Februar 2016
Zwillinge, 11. Schwangerschaftswoche

Zwillingsschwangerschaft, 11. Woche

In Süd- und Mittelamerika grassiert das bisher als relativ harmlos geltende Zika-Virus und verbreitet Angst und Schrecken. Möglicherweise ist es schuld an schweren Schädelmissbildungen von Neugeborenen, deren Mütter sich in der Schwangerschaft infiziert haben.

Auch wenn der Zusammenhang zwischen Infektion und Schädigungen des Ungeborenen wissenschaftlich noch nicht erwiesen ist, machen sich werdende Eltern verständlicherweise Sorgen.

Fern von Panikmache und reißerischen Schlagzeilen bietet die Internetseite des Robert-Koch-Institutes (RKI)  aktuelle Informationen zur Zika-Epidemie und beantwortet alle wichtigen Fragen.


Zika-Infektion: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Künstliche Befruchtung: Designerbaby nach Bauplan

Sonntag, 10. Januar 2016

PräimplantationsdiagnostikNa, das ist doch mal das richtige Thema zum Jahresbeginn und ein spannender Ausblick in die Zukunft: „Designerbaby nach Bauplan“ – ein interessanter Artikel auf der Wissenschaftsseite der „Welt“ beschreibt die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin, der künstlichen Befruchtung und der genetischen Forschung.

Eizellspende, Samenspende, Befruchtung in der Petrischale, genetische Selektion, das Austragen der Schwangerschaft durch eine Leihmutter … da kommt man schon mal ins Grübeln. Die natürliche Schwangerschaft ein Auslaufmodell? Manch einer mag sich vor einer solchen Zukunft grausen. Andere sehen in der künstlichen Befruchtung die Segnungen einer modernen Medizin, die vor ungewollter Kinderlosigkeit, vermeidbaren Krankheiten oder Behinderungen bewahren kann. Beide Seiten sind verständlich. Gewissensentscheidungen sind individuell.

Klar ist eins: Die Entwicklung der hochtechnisierten Fortpflanzungsmedizin mit all ihren sozialen Folgen wird nicht aufzuhalten sein. Angesichts der Globalisierung bleibt die Regulierung durch nationale Ethikkommissionen wie z.B. in Deutschland ohne Konsequenzen. Was hier nicht geht, geht anderswo.

Doch was geht und was nicht? Für alle, die sich über die Gesetzeslage in Deutschland informieren möchten, sind folgende Seiten empfehlenswert:

Mehr zum Thema Fruchtbarkeit und Kinderwunsch

Ernährung in der Schwangerschaft:
Folsäure als Schutz vor Fehlbildungen

Samstag, 28. November 2015
9 SSW

9. Schwangerschaftswoche

In der fünften bis sechsten Schwangerschaftswoche macht das Herz des Babys seinen ersten Schlag, für Hirn und Rückenmark bilden sich die ersten Ansätze. Dort, wo sich einmal der Rücken befinden wird, formt sich eine Rinne, die schließlich ein Dach bekommt: Das Neuralrohr entsteht, die Herberge des späteren Nervensystems. Gerade dieser Schritt ist jedoch fehleranfällig.

Ein offener Rücken und andere Neuralrohrdefekte zählen zu den häufigsten Fehlbildungen bei Babys. Schon lange ist bekannt, dass die ausreichende Aufnahme von Folsäure  solchen Defekten vorbeugen kann.

Eine neue Studie zeigt, dass  in Europa jedoch noch viele Menschen unter einem Mangel dieses wichtigen Vitamins leiden. In Ländern, in denen Grundnahrungsmittel mit Folsäure angereichert werden, ist die Zahl der Fehlbildungen gesunken… mehr

Weitere Hinweise für die Schwangerschaft


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