Archiv für die Kategorie ‘Praenatal’

FetView: Zugang zur eigenen Patientenakte

Donnerstag, 13. Februar 2014

FetView, Zugang zur digitalen PatientenakteIch bin im Internet einer interessanten Studie über die Wünsche von Patienten begegnet: Fast jeder zweite Patient würde den Arzt wechseln, wenn ihm die neue Praxis den Zugriff auf die eigene digitale Patientenakte ermöglichen würde (www.accenture.com). Das klingt spannend.

Der Wunsch, jederzeit vollen Einblick in Krankenakte zu bekommen, ist verständlich und eine digitale Vernetzung hätte viele Vorteile. Technisch ist das alles möglich – dennoch bleibt der digitale Zugang zur eigenen Akte vorerst Zukunftsmusik. Die Mühlen im Gesundheitswesen mahlen langsam.

Vor dem Hintergrund dieser Studie ist FetView, unserer Programm zur Schwangerschaftsbetreuung, natürlich ein innovativer Knaller. Von wegen Zukunftsmusik. Bei der Versorgung unserer schwangeren Patientinnen ist morgen nämlich schon heute. Die Patientinnen haben per Internet über einen sicheren persönlichen Account jederzeit Zugriff auf Ultraschallbilder und Untersuchungsbefunde. Das ist zwar nur ein erster Schritt, aber die Richtung stimmt. Und erspart den Arztwechsel.

Schwangerschaftsbetreuung über FetView

(Bild: ©iStockphoto.com/GlobalStock)

Erweiterter Basis-Ultraschall: Eine Mogelpackung?

Freitag, 19. Juli 2013

Neuigkeiten für Schwangere: Seit Anfang Juli 2013 übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für eine zusätzliche Untersuchung bei der Mutterschaftsvorsorge. Beim Screening im zweiten Schwangerschaftsdrittel können die werdenden Mütter über den bisherigen Basis-Ultraschall hinaus eine „erweiterte“ Basis-Ultraschalluntersuchung in Anspruch nehmen, bei der ein Teil der kindlichen Organe auf Fehlbildungen hin untersucht wird.

Die Kasse zahlt. Das hört sich immer gut an. Doch leider erweist sich die scheinbar großzügige Neuerung der Mutterschaftsrichtlinien als heikler Fall: Die als „Organ-Ultraschall“ angebotene Untersuchung ist mit dem umfangreichen feindiagnostischen Organ-Ultraschall auf Degum 2-Niveau nicht zu vergleichen und wird von Fachleuten heftig kritisiert. Sie gilt als halbherziger Kompromiss, als Mogelpackung, als Billiglösung.

In der Praxis ist viel Informationsarbeit zu leisten. Vor einer Entscheidung wollen die werdenden Eltern natürlich gut beraten werden. Basis-Ultraschall? Erweiterter Basis-Ultraschall? Feindiagnostik? Die Entscheidung für die Untersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche ist nicht einfach. Klein? Mittel? Groß? Hilfreich ist es, sich selbst gut zu informieren und Für und Wider sorgfältig abzuwägen.

Allen, die mehr wissen wollen, empfehlen wir folgende Links:

Basis-Ultraschalluntersuchungen

Pränatalmedizin: Ein fragwürdiger Kompromiss für Mütter

Erweiterter Ultraschall in der Schwangerschaft

Ultraschall-Babyalbum: Ein Schatz auf FetView

Mittwoch, 27. Februar 2013

Vor einigen Tagen habe ich mir mal mein eigenes Babyalbum angesehen. Die Beschäftigung mit dem Ultraschall-Babyalbum bei FetView hat mich nostalgisch gestimmt.

Ultraschalluntersuchungen hat es in meiner pränatalen Phase natürlich noch nicht gegeben und so zeigt mein Album als ersten Beweis meiner irdischen Existenz den Steckbrief aus der Klinik nebst Armbändchen und Babylöckchen. Bei meinem ersten Foto-Shooting war ich bereits drei Tage alt.

Die Baby-Dokumentation von anno dazumal ist natürlich nicht zu vergleichen mit den modernen Möglichkeiten, die uns ein hochauflösender Ultraschall mit 3D-Funktion bietet. Babys von heute werden häufig schon in der 5. oder 6. Schwangerschaftswoche abgelichtet – unfertige, zarte Gebilde, kleine Keimlinge am Anfang ihres Erdendaseins. Viel ist für den medizinischen Laien auf einem Ultraschallbild in dieser frühen Phase noch nicht zu erkennen. Für die werdenden Eltern jedoch ist dieses erste Foto eine große Kostbarkeit – und ein vollständiges Ultraschall-Album ein echter Schatz.

FetView: Ein Service, der begeistert!

Freitag, 15. Februar 2013


Seit ungefähr einem Jahr arbeiten wir nun mit FetView, einem Online-Programm zur Schwangerenbetreuung. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz:

FetView bietet viele Funktionen – sowohl für Ärzte als auch für Patientinnen. Für die werdenden Mütter bzw. Eltern steht dabei die Möglichkeit, jederzeit über den privaten Computer oder das Smartphone auf die Ultraschallbilder ihres ungeborenen Kindes zugreifen zu können, im Vordergrund. Fast alle unsere Patientinnen sind von diesem Service begeistert und das Interesse an FetView ist groß. Seit Einführung des Programms hat die Zahl „unserer“ Schwangeren um 50% zugenommen. Die Anzahl der Untersuchungen hat sich im vergangenen Jahr sogar verdoppelt.

Das sind tolle Zahlen, die natürlich auch immer eine Herausforderung bedeuten! Die Marschrichtung ist klar: Wichtiger Schwerpunkt unserer Praxis ist die moderne Schwangerschaftsbetreuung mit einer umfangreichen pränatalen Diagnostik und einem guten Service für unsere Patientinnen. Diesen Schwerpunkt werden wir ausbauen und den Service weiterhin verbessern.

Ersttrimester-Screening / Nackentransparenzmessung

Samstag, 26. Januar 2013

Ersttrimester ScreeningFrau Dr. Berit Deiters (DEGUM II qualifiziert für die pränatale Diagnostik) hat sich im Januar bei der FMF (Fetal Medicine Foundation)  London rezertifiziert. Zusätzlich hat sie nun auch die Zertifizierung zur Messung des fetalen Nasenbeins erworben, die die Aussagekraft der Untersuchung erhöht und die Entdeckungsrate für eine Trisomie 21 bis auf 95% steigern kann.

Die Auswertung der NT-Messung erfolgt auf Basis der Kalibration von Prof. Nicolaides mit der Software der FMF-London. Dabei ist ein hohes Maß an Standardisierung und Genauigkeit bei der NT-Messung erforderlich, um die gemessenen Werte mit denjenigen des Referenzkollektivs vergleichen zu können. Bereits wenige zehntel Millimeter Abweichung
nach oben oder unten können zu einer inkorrekten Risikoberechnung führen. Aus diesem Grund ist für die Bewertung der gemessenen Nackentransparenz eine Zertifizierung bei der FMF-London Voraussetzung.

Die Nackentransparenz-Messung wird zwischen der 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei werden zwei Werte im mütterlichen Blut bestimmt: Das Protein PAPP-A und das freie Beta-HCG. Zudem wird eine frühe fetale Fehlbildungsdiagnostik angeboten. Die Messung im ersten Trimester dauert ca. 20 bis 30 Minuten.
(P. Dostal)

Feindiagnostik  Besuchen Sie uns auf Facebook

Das erste Ultraschall-Babyalbum:
unser Service für Schwangere

Sonntag, 15. Juli 2012

Kennen Sie schon FetView, unser Programm zur Schwangerenbetreuung? Wahrscheinlich nicht, denn FetView ist neu. Wir nutzen das Programm erst seit einigen Monaten. Aber schon jetzt ist klar: FetView ermöglicht einen tollen Service für unsere schwangeren Patientinnen.

Eigentlich ist FetView ein Programm für Ärztinnen und Ärzte, um eine Schwangerschaft mit Ultraschallbildern und Wachstumskurven professionell zu dokumentieren. Alle Untersuchungsergebnisse werden über eine gesicherte Verbindung auf einem Internet-Server gespeichert. Die werdenden Mütter haben – und das ist der Clou! – über ein persönliches Benutzerkonto jederzeit Zugriff auf alle Daten, die der betreuende Arzt frei geschaltet hat.

Unsere schwangeren Patientinnen können also die Ultraschallbilder ihres Babys zuhause auf dem PC oder auf dem Smartphone anschauen, speichern, drucken, kopieren oder per E-Mail verschicken. Sie können ihr erstes Ultraschall-Babyalbum gestalten und mit Familie und Freunden teilen. Darüber hinaus können sie ihre Untersuchungsergebnisse einsehen und bei einem Arztwechsel (z.B. im Urlaub) dem betreuuenden Arzt zeigen. Unser neues Programm bietet wirklich  eine Menge Zukunft!

Das erste Babyalbum auf FetView

Pränatale Sonographie: Was ist am Doppler doppelt?

Mittwoch, 25. Januar 2012

Geht es um die schlichten Dinge des Lebens, sind auch hintersinnige Fragen schnell beantwortet. Frage: „Was ist am Doppler doppelt?“ Antwort: „Die Menge.“ Ein klarer Fall von „mal zwei“, wenn es beispielsweise um das bayrische Doppelmaß für Bier oder den Doppelliter Wein in Österreich geht.

Handelt es sich jedoch um den „Doppler“ in der Medizin, sollte man lieber nüchtern bleiben, denn hier liegen die Dinge komplizierter. Frage: „Was ist am Doppler doppelt?“ Antwort: „Nichts.“ Wenn hier von „Doppler“ gesprochen wird, ist die Doppler-Sonographie gemeint, die nach dem österreichischen Physiker und Mathematiker Christian Doppler benannt wurde.

Christian Doppler hat nämlich 1842 als erster ein physikalisches Phänomen beschrieben, das heute als „Doppler-Effekt“ bezeichnet wird. Der Doppler-Effekt beruht auf der Tatsache, dass sich die Frequenz von Wellen verändert, wenn sich Quelle und Beobachter einander nähern oder sich voneinander entfernen. Das hört sich schwierig an, aber ein typisches Beispiel für den Doppler-Effekt kennen wir alle: die Tonänderung beim Tatü Tata eines vorbeifahrenden Rettungswagens. Nähert sich der Wagen, ist der wahrgenommene Ton höher als im Stand, wenn er sich entfernt, ist er tiefer.

Pränatale Diagnostik:
Von der Fledermaus zum 3D-Ultraschall

Freitag, 06. Januar 2012

Von der Fledermaus-Beobachtung im 18. Jahrhundert bis zur modernen medizinischen Sonographie war es ein weiter Weg. Der Durchbruch in der Entwicklung der heutigen Technologie war geschafft, als es möglich war, Ultraschallwellen gezielt zu erzeugen.

Die ersten medizinischen Ultraschallbilder gelangen in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. An eine mehrdimensionale Darstellung allerdings war noch nicht zu denken. Doch immerhin ließen sich beispielsweise Gallensteine sicher diagnostizieren. Interessantes Detail der Geschichte: Die Patienten saßen bei der Untersuchung im Wasser, das als Leitmedium für die Schallwellen genutzt wurde.

Die weitere technologische Entwicklung war rasant. Brauchte der Aufbau eines Ultraschallbildes anfangs noch soviel Zeit, dass sich eine sonographische Untersuchung nicht für die klinische Praxis eignete, sind heute dreidimensionale Darstellungen in Echtzeit möglich (3D-/4D-Ultraschall). Auch die Badewanne konnten die Patienten inzwischen verlassen. Ein Gel zwischen Haut und Schallkopf sorgt nun für eine optimale Schallübertragung.

Die Gynäkologie zählte zu den ersten Anwendungsgebieten der Sonographie als bildgebendes Verfahren. Mittlerweile ist die Ultraschalldiagnostik fester Bestandteil der modernen Mutterschaftsvorsorge. Zunehmend werden auch außerhalb einer streng medizinischen Fragestellung die Möglichkeiten der Schwangerschaftssonographie genutzt. Das „Baby-Fernsehen“ wird immer beliebter und der Ultraschall entwickelt sich zum Event. Selbst wer keine umfassende pränatale Diagnostik anstrebt, wirft gern mal einen Blick in die Kinderstube oder zeigt stolz Fotos vom noch ungeborenen Sprössling im 3D-Format.

Pränataler Ultraschall: Am Anfang war die Fledermaus

Donnerstag, 05. Januar 2012

Die Ultraschalldiagnostik ist aus der modernen Schwangerschaftsbetreuung nicht mehr wegzudenken. Von der Feststellung der Schwangerschaft, über die Nackentransparenzmessung, den feindiagnostischen Organultraschall und die farbcodierten Doppler-Untersuchungen, bis hin zur Untersuchung kurz vor der Geburt, liefern die faszinierenden Bilder aus dem Körperinneren wichtige Informationen über die Entwicklung des Ungeborenen. Grund für eine kleine Ultraschall-Serie:

Ultraschall geballte Physik. Da mag sich Mancher grausen und so beginnen alle populärwissenschaftlichen Abhandlungen mit der Fledermaus, die bekanntlich hören kann, was uns Menschen verborgen bleibt. Diese besondere Fähigkeit wurde bereits 1774 von einem italienischen Priester und Naturforscher beobachtet und als geheimnisvoller „Sechster Sinn“ beschrieben.

Mittlerweile ist das physikalische Phänomen des unhörbaren Schalls gut erforscht. Wir wissen, dass die Fledermaus-Frequenz im Ultraschallbereich zwischen 15 kHz und 80 kHz liegt, und dass die fliegenden Kleinsäuger wahre Meister der Schallortung sind. Auch wenn die Fledermaus nicht das einzige Tier mit ultrastarken Lauschern ist, wurde sie zum Sinnbild des Ultraschalls schlechthin und ziert als Wappentier das Logo der Deutschen Gesellschaft für Ultraschallmedizin (DEGUM).

Praenatal: Erfahrungsaustausch auf Facebook

Montag, 21. Februar 2011

praenatalDie Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik sind beeindruckend und wichtiger Bestandteil der modernen Schwangerenbetreuung. Doch sie werfen auch Fragen auf und fordern Entscheidungen:
Soll ich eine Nackentransparenzmessung oder einen feindiagnostischen Ultraschall durchführen lassen? Wie gehe ich mit einem problematischen Ergebnis um? Will ich Klarheit durch eine Fruchtwasserpunktion oder ist mir das Risiko einer Fehlgeburt zu hoch?

Pränatale Untersuchungen macht man als Schwangere nicht „einfach so“. Auch ein routinemäßiger Ultraschall, eine Selbstverständlichkeit in der Mutterschaftsvorsorge, ist für die werdenden Eltern immer ein besonderes Erlebnis – verbunden mit Neugier und Freude, aber auch mit Ängsten und Sorgen.

Auf Facebook haben wir nun die Seite „praenatal“ eingerichtet, um Müttern und Vätern die Möglichkeit zu geben, sich mit anderen über alle Fragen zur vorgeburtlichen Diagnostik, über Ängste, Hoffnungen und Erfahrungen auszutauschen. Das Angebot geht weit über die Grenzen unserer Praxis hinaus. „Praenatal“ kann von allen Usern des Internets genutzt und damit zu einer vielseitigen und informativen Kommunikationsplattform entwickelt werden.

Pränatale Diagnostik: Austausch auf Facebook


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