Archiv für die Kategorie ‘Schwangerschaft’

Alkohol in der Schwangerschaft:
Null-Promille ohne Wenn und Aber!

Freitag, 20. Januar 2017

Während der Schwangerschaft gilt die Null-Promille-Grenze. Ohne Wenn und Aber. Denn auch geringe Mengen an Alkohol können schwere Schäden beim Ungeborenen hervorrufen.

Wer allerdings vermutet, das sei allgemein bekannt und akzeptiert, wird durch die erschreckenden Zahlen einer neuen Untersuchung eines Besseren belehrt: Weltweit trinkt fast jede zehnte werdende Mutter Alkohol. In Deutschland greift sogar jede vierte Schwangere zum Glas.

Eine breite Aufklärung tut not. In Europa leiden rund 37 von 10.000 Neugeborenen an den Folgen des Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft. Damit tritt das fetale Alkoholsyndrom häufiger auf als die Trisomie 21 (Down-Syndrom).

Spiegel Online: Schwangerschaft und Alkohol
BZgA: Infos für Schwangere
Tipps für die Schwangerschaft

(Bild: ©iStockphoto.com)

Pränatale Diagnostik Stuttgart: Down Syndrom Bluttest

Samstag, 10. Dezember 2016

Down Syndrom BluttestDen pränatalen DNA-Test zur frühzeitigen Feststellung einer Trisomie (z.B. Down Syndrom) gibt es nun schon seit einigen Jahren. Immer häufiger nutzen werdende Eltern dieses Angebot der nicht-invasiven pränatalen Diagnostik. Auch in unserer Praxis gehört der „Harmony-Test“ zum Alltag.

Über eine einfache Blutuntersuchung der werdenden Mutter lässt sich die Wahrscheinlichkeit ermitteln, mit der das ungeborene Kind eine Trisomie oder eine Störung der Geschlechtschromosomen hat. Der Bluttest kann schon ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden und hat bei der Trisomie 21 eine Entdeckungsrate von über 99%.

Eine Treffsicherheit von fast 100% ist beeindruckend. Ein unauffälliges Testergebnis kann leicht den Eindruck vermitteln, auch weitere mögliche Behinderungen des Ungeborenen seien damit ausgeschlossen. Doch diese Sicherheit ist trügerisch. Der pränatale DNA Test eignet sich allein zur Risikoberechnung bestimmter Chromosomenstörungen und sollte nur in Kombination mit einem feindiagnostischen Ultraschall durchgeführt werden.

Der pränatale DNA-Test ist umstritten und löst immer wieder Diskussionen aus. Die Kritiker warnen vor einer zunehmenden frühen Selektion von Behinderten. Tatsächlich entscheiden sich die meisten werdenden Eltern nach einer Down-Syndrom-Diagnose für den Abbruch der Schwangerschaft. Kommt unter natürlichen Bedingungen eines von ca. 660 Kindern mit einer Trisomie 21 auf die Welt, so sind es heute in Deutschland weniger als eines von 2000 Kindern. Die Befürworter hingegen betonen, dass der Einsatz des harmlosen Tests zu einem Rückgang invasiver Untersuchungen wie z.B. Fruchtwasseruntersuchungen führt und damit die Zahl der eingriffsbedingten Fehlgeburten senkt.

Die Entscheidung für oder gegen einen solchen Test ist nicht leicht und muss gut überlegt sein. Werdende Eltern sollten sich frühzeitig und umfassend informieren.

Pränataler DNA-Test, Down Syndrom Bluttest

(Bild: ©iStockphoto.com/YinYang)

Trisomie 21: Test auf Down-Syndrom bald Kassenleistung?

Donnerstag, 25. August 2016
11. Schwangerschaftswoche

12. Schwangerschaftswoche

Der Bluttest zur Früherkennung von Trisomie 21 (Down-Syndrom) und anderen Chromosomenstörungen  wie z.B. Trisomie 13 und 18 wird von den gesetzlichen Kassen derzeit nicht bezahlt. Das könnte sich aber bald ändern.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will prüfen, ob Bluttests in der Schwangerschaft zur Früherkennung des Down-Syndroms künftig von den Krankenkassen bezahlt werden.

Dies wird zu einer breiten gesellschaftspolitischen Diskussion führen. Während die Kritiker des Pränataltests ethische und moralische Bedenken haben, verweisen die Befürworter auf die Vorteile des Bluttests gegenüber invasiven pränataldiagnostischen Untersuchungen wie z.B. einer Fruchtwasserpunktion.

Zum Einstieg in die Diskussion zwei interessante Links:

Spiegel-online
Deutsches Ärzteblatt

Hebammensprechstunde in Stuttgart

Freitag, 20. Mai 2016

Hebammensprechstd._kl.Es ist in Stuttgart nicht einfach, eine Hebamme zu finden, die die Betreuung während der Schwangerschaft und in der Zeit nach der Geburt übernehmen kann. Doch der Bedarf an professioneller Unterstützung für werdende Mütter und Wöchnerinnen ist groß.

Um den Versorgungsengpass etwas zu entschärfen, bietet pro familia Stuttgart nun eine offene Hebammensprechstunde an. Das Angebot richtet sich an alle werdenden Mütter und Väter, die Fragen zu den Veränderungen in der Schwangerschaft oder zur Entwicklung ihres Kindes haben.

Sie erhalten Informationen z.B. bei Beschwerden und zur richtigen Ernährung und werden bei der Suche nach einem Geburtsvorbereitungskurs sowie der passenden Entbindungsklinik unterstützt. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos.

Die offene Hebammensprechstunde findet jeden ersten Montag im Monat von 15.00 bis 18.00 Uhr in der Theodor-Heuss-Str. 23 in Stuttgart statt.
Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Um Wartezeiten und Terminverschiebungen zu vermeiden, bittet pro familia jedoch um eine telefonische Anmeldung unter 0711 – 656 790-6

Offene Hebammensprechstunde in Stuttgart

 

Pränataldiagnostik: Recht auf Nichtwissen

Montag, 14. März 2016
14. SSW_2D_US

14. Schwangerschaftswoche

Ein lesenswerter Artikel auf Spiegel online:

In der Schwangerschaft begleitet viele Frauen die Angst, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmen könnte. Die Pränataldiagnostik kann Hinweise auf Krankheiten liefern, birgt aber auch das Risiko falscher Diagnosen und einer großen psychischen Belastung für die Eltern.

Daher sollte man sich vor einer solchen Untersuchung überlegen, welche Folgen ein auffälliger Befund hätte. Am Ende steht oft die Frage: Würde man das Kind bekommen wollen, auch wenn es möglicherweise krank oder behindert ist?



  Untersuchungen während der Schwangerschaft

Schwangerschaft: Toxoplasmose-Gefahr unterschätzt?

Mittwoch, 09. März 2016
37. Schwangerschaftswoche

37. Schwangerschaftswoche

Wir wissen das: Nicht alle Untersuchungen, die empfehlenswert sind, werden auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Das mag ärgerlich oder auch fragwürdig sein, wenn dies die medizinische Betreuung während einer Schwangerschaft betrifft. Schließlich möchten alle werdenden Eltern das Beste für ihr Kind.

Doch auch die Mutterschaftsrichtlinien basieren nicht nur auf medizinischen Erkenntnissen, sondern auch auf einer wirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Berechnung. Umso wichtiger ist es, sich selbst gut zu informieren, um entscheiden zu können, welche Untersuchungen über die Routinemaßnahmen hinaus sinnvoll sind.

Neue medizinische Erkenntnisse betreffen die Gefahr einer Toxoplasmose-Infektion während der Schwangerschaft, die offenbar häufig unterschätzt wird. Der Test, der Aufschluss darüber gibt, ob eine Schwangere gegen eine Toxoplasmose-Infektion immun oder durch eine Erstinfektion gefährdet ist, wird von den Kassen bislang nur übernommen, wenn ein begründeter Infektionsverdacht vorliegt. Die Durchführung des Tests als individuelle Gesundheitsleistung, d.h. auf eigene Kosten, ist aber durchaus empfehlenswert.

Allen, die sich informieren möchten, empfehlen wir folgende Artikel:

Spiegel-online: Toxoplasmose-Gefahr unterschätzt

Deutsches Ärzteblatt: Toxoplasmose häufig unentdeckt

Zika-Epidemie: Schwangere machen sich Sorgen

Dienstag, 09. Februar 2016
Zwillinge, 11. Schwangerschaftswoche

Zwillingsschwangerschaft, 11. Woche

In Süd- und Mittelamerika grassiert das bisher als relativ harmlos geltende Zika-Virus und verbreitet Angst und Schrecken. Möglicherweise ist es schuld an schweren Schädelmissbildungen von Neugeborenen, deren Mütter sich in der Schwangerschaft infiziert haben.

Auch wenn der Zusammenhang zwischen Infektion und Schädigungen des Ungeborenen wissenschaftlich noch nicht erwiesen ist, machen sich werdende Eltern verständlicherweise Sorgen.

Fern von Panikmache und reißerischen Schlagzeilen bietet die Internetseite des Robert-Koch-Institutes (RKI)  aktuelle Informationen zur Zika-Epidemie und beantwortet alle wichtigen Fragen.


Zika-Infektion: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Künstliche Befruchtung: Designerbaby nach Bauplan

Sonntag, 10. Januar 2016

PräimplantationsdiagnostikNa, das ist doch mal das richtige Thema zum Jahresbeginn und ein spannender Ausblick in die Zukunft: „Designerbaby nach Bauplan“ – ein interessanter Artikel auf der Wissenschaftsseite der „Welt“ beschreibt die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin, der künstlichen Befruchtung und der genetischen Forschung.

Eizellspende, Samenspende, Befruchtung in der Petrischale, genetische Selektion, das Austragen der Schwangerschaft durch eine Leihmutter … da kommt man schon mal ins Grübeln. Die natürliche Schwangerschaft ein Auslaufmodell? Manch einer mag sich vor einer solchen Zukunft grausen. Andere sehen in der künstlichen Befruchtung die Segnungen einer modernen Medizin, die vor ungewollter Kinderlosigkeit, vermeidbaren Krankheiten oder Behinderungen bewahren kann. Beide Seiten sind verständlich. Gewissensentscheidungen sind individuell.

Klar ist eins: Die Entwicklung der hochtechnisierten Fortpflanzungsmedizin mit all ihren sozialen Folgen wird nicht aufzuhalten sein. Angesichts der Globalisierung bleibt die Regulierung durch nationale Ethikkommissionen wie z.B. in Deutschland ohne Konsequenzen. Was hier nicht geht, geht anderswo.

Doch was geht und was nicht? Für alle, die sich über die Gesetzeslage in Deutschland informieren möchten, sind folgende Seiten empfehlenswert:

Mehr zum Thema Fruchtbarkeit und Kinderwunsch

Ernährung in der Schwangerschaft:
Folsäure als Schutz vor Fehlbildungen

Samstag, 28. November 2015
9 SSW

9. Schwangerschaftswoche

In der fünften bis sechsten Schwangerschaftswoche macht das Herz des Babys seinen ersten Schlag, für Hirn und Rückenmark bilden sich die ersten Ansätze. Dort, wo sich einmal der Rücken befinden wird, formt sich eine Rinne, die schließlich ein Dach bekommt: Das Neuralrohr entsteht, die Herberge des späteren Nervensystems. Gerade dieser Schritt ist jedoch fehleranfällig.

Ein offener Rücken und andere Neuralrohrdefekte zählen zu den häufigsten Fehlbildungen bei Babys. Schon lange ist bekannt, dass die ausreichende Aufnahme von Folsäure  solchen Defekten vorbeugen kann.

Eine neue Studie zeigt, dass  in Europa jedoch noch viele Menschen unter einem Mangel dieses wichtigen Vitamins leiden. In Ländern, in denen Grundnahrungsmittel mit Folsäure angereichert werden, ist die Zahl der Fehlbildungen gesunken… mehr

Weitere Hinweise für die Schwangerschaft

Stuttgarter Geburtskliniken im Konkurrenzkampf

Samstag, 08. August 2015

c2a9istockphotocom_-jaroonGute Nachrichten für werdende Eltern: Dank steigender Entbindungszahlen befinden sich die Stuttgarter Geburtskliniken im Konkurrenzkampf und werben mit neuen und familiengerechten Angeboten um die Schwangeren.

Konkurrenz beflügelt den Service. Neben Entspannungsbädern, freundlich eingerichteten Wehenzimmern, werden – so die Ankündigung – nun auch eine kostenlose Übernachtung für Väter im Familienzimmer und ein zusätzlicher Betreuungstag für Mutter und Kind angeboten.

Geburten sind nur eingeschränkt planbar. Ob der Geburtsverlauf zulässt, es sich im Wehenzimmer gemütlich zu machen, ist  nicht vorherzusehen.  „Offen bleiben für alle Entwicklungen!“ ist in diesem Zusammenhang sicher ein guter Tipp.
Dennoch ist es natürlich wichtig, sich über die Angebote gut zu informieren und die passende Entbindungsklinik sorgfältig auszuwählen. Medizinische Betreuung, Wohnortnähe, Atmosphäre und Vertrauensverhältnis müssen stimmen.

Übrigens: Unsere Patientinnen können nach der Geburt auf unserer website ihre Entbindungsklinik bewerten und so andere werdende Eltern bei der Suche nach einer passenden Klinik unterstützen:

  Entbindungsklinik bewerten

(Bild: ©istockphoto.com_ jaroon)


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