Archiv für die Kategorie ‘Stuttgart’

Extaaaaaaaaase! Ausstellung im Kunstmuseum

Montag, 22. Oktober 2018
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Otto Dix, Tänzerin

Ich finde ja, in meinem Alltag kommt die Extase irgendwie zu kurz. Ich könnte mir natürlich einen Rausch antrinken, auch sonstige Verzückungen aller Art sind denkbar, aber Extase?

Laut Programmheft der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum, bezeichnet „Extase“ einen Zustand des „Außer-Sich-Seins“. Vielleicht bin ich ja einfach lieber in mir als außer mir? Ein „bisschen Extase“ jedoch, ein bisschen Kontrollverlust und  Ausbruch aus dem geregelten Alltag – das klingt natürlich durchaus verlockend!

Wer sich die Ausstellung Extase im Kunstmuseum ansieht, kann schon ein wenig ins Grübeln kommen. Zum Vergnügen beim Ansehen extatischer Zustände Anderer gesellt sich unweigerlich das Gefühl eigener Erdenschwere. Insofern ist die Ausstellung wirklich gelungen!

Kunstmuseum Stuttgart: Extase (29.9.2018 – 24.2.2019)

Frauenbild der 60er-Jahre:
Ewigkeiten her?

Mittwoch, 04. April 2018

AusstellungVor kurzem war ich in der 60-er Jahre-Ausstellung im Haus der Geschichte. Eine überschaubare und kurzweilige Präsentation, lohnenswert und voller Begegnungen mit vergessen geglaubten Parolen, Rhythmen und Moden: Notstandsgesetze und Vietnamkrieg, Beatmusik und E-Gitarre, Minirock und Maxikleid – Ewigkeiten her!

Nettes Ausstellungsstück: Anovlar 21, die Anti-Baby-Pille aus dem Jahr 1964. Ein echter Hormonhammer – verglichen mit der Pille von heute. Ein Hammer auch die damalige Verschreibungspraxis. Die Verhütungspille gab es nur für Frauen, die schon Kinder hatten und verheiratet (!) waren.

Die Sorge der Ärzte/Männer/Politiker um die sexuelle Moral war groß und das Frauenbild – sagen wir mal – „schräg“. Wer weiß, was Frauen alles anstellen, wenn sie erstmal losgelassen … Was war das nur für eine bizarre Vermischung von ärztlicher Betreuung und moralischer Bevormundung erwachsener Frauen? Ewigkeiten her und heute kaum mehr vorstellbar!

Ewigkeiten her? Heute kaum mehr vorstellbar? Betrachten wir doch mal die aktuelle Diskussion um den § 219a StGB – dem so genannten „Werbeverbot für Abtreibungen“. Allein die Information über das Leistungsspektrum einer Praxis gilt als Werbung und ist verboten. Demzufolge hat es eine Frau in Not, die sich eigenständig und ausführlich informieren will, selbst im Zeitalter des Internets unnötig schwer. Informationen gibt es nur über die Beratungsstellen. Eigenständigkeit ist nicht gewollt, Bevormundung sehr wohl.

Über das Frauenbild von 1964 kann ich gerne lachen. Geschenkt. Ewigkeiten her. Aber im Jahr 2018 sind wir weiter und die Bevormundung erwachsener Frauen ist nicht mehr witzig, sie ist einfach absurd.

Die 60er Jahre in Baden-Württemberg

Pulse of Europe: Wie läuft’s in Stuttgart?

Freitag, 24. März 2017

pulse of europeVor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle einen Blogbeitrag zu der Bewegung Pulse of Europe geschrieben – der „Wiederbelebungsinitiative“ für die europäische Idee. Pulse of Europe ruft zu wöchentlichen Kundgebungen für ein freiheitliches und friedliches Europa auf.

Viele deutsche Städte machen mit, aber auch in Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Irland, Belgien, Groß-Britannien, Schweden, Dänemark und Österreich gehen Menschen für Europa auf die Straße. Seit vier Wochen ist auch Stuttgart mit dabei – Zeit für einen kleinen Zwischenbericht:

Gab es bei der ersten sonntäglichen Kundgebung Ende Februar gerade 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zählten die Veranstalter am vergangenen Wochenende über 1000 Demonstranten, die eine bereits  recht beeindruckende Menschenkette bilden konnten. Mittlerweile haben auch die Stuttgarter Zeitungen darüber berichtet und so wird für die kommenden Wochenenden mit weiterem Zulauf gerechnet. Wir bleiben dran!

Übrigens: Treffpunkt Sonntag 14.00 Uhr auf dem Stuttgarter Marktplatz.

Pulse of Europe: Das Herz schlägt!

Dienstag, 21. Februar 2017

pulse of europeBislang habe ich politische Themen an dieser Stelle nur leicht angetippt, meistens jedoch großräumig umfahren. Aber jetzt mag nicht mehr.

Hasskommentare und Heilgesänge, Trumpgetöse und Twittergeschwätz, fake news und Fremdenhass: Bei jedem Blick ins Internet, bei jeder Lektüre von online.dies und online.das kann einem angst und bang werden.

Aber auch wir haben unseren Platz im Netz und können liken und verlinken. So zum Beispiel auf

Pulse of Europe

– eine spannende internationale Bewegung, die zeigt, dass das Herz Europas noch schlägt und Hoffnung macht.

Übrigens: jeden Sonntag 14.00 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz und Marktplatz.

Stuttgart, eine Stadt voller Kerle

Mittwoch, 30. November 2016

stuttgart_maennerImmer auf der Suche nach Ideen für meine Blogbeiträge, war ich doch hoch beglückt, als ich auf spiegel online über die oben genannte Schlagzeile stolperte. Prima, dachte ich. Das ist doch was. „Stuttgart versinkt im Männerüberschuss!“ Ein nettes Thema, leicht und locker, humorvoll und witzig.

Doch nach einer kleinen Rechercherunde im Netz zum Thema Männerüberschuss war Schluss mit lustig. Ruckzuck landete ich auf Internetseiten, auf denen Hasskommentare zur „Masseneinwanderung junger, männlicher Flüchtlinge“ jedes Gefühl von Leichtigkeit und Lockerheit zunichte machten.

Kein Platz also für Humor, wenn es um Politik und Gesellschaft geht? Müssen wir klein beigeben, wenn wir Missgunst, Zwietracht und bösartige Kommentaren begegnen? Eigentlich wollte ich was Lustiges schreiben. Doch irgendwie ist mir – für heute – die Lust vergangen.

Ach übrigens: Wer es fernab aller Stammtischparolen genau wissen möchte, kann sich über alle Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung beim Statistischen Landesamt direkt informieren. Das ist zwar eine ziemlich trockene Angelegenheit und sicher auch nicht witzig, aber immer noch eine angenehmere Lektüre als Hasskommentare im Internet.

Auf nackter Haut: Ein Tipp für trübe Tage

Freitag, 04. Dezember 2015

Mal ein kleiner Tipp für trübe (Advents-)sonntage:

Ein Besuch der Sonderausstellung „Auf nackter Haut“ im Haus der Geschichte lohnt sich. Die Präsentation von Bademode und Unterwäsche im Wandel der Zeit macht gute Laune und sorgt für unterhaltsamen Gesprächsstoff.

Hinter Ur-Omas gruslig kratzigem Unterhemd, dem atemberaubend eng geschnürten Mieder oder der klassischen Feinripp-Unterhose mit Eingriff steckt eine Menge Geschichte! Was auf nackter Haut getragen wurde, erzählt viel von Moralvorstellungen, Körperidealen und Geschlechterrollen.

Weitere Informationen gibt’s hier:
www.auf-nackter-haut.de

Stuttgarter Geburtskliniken im Konkurrenzkampf

Samstag, 08. August 2015

c2a9istockphotocom_-jaroonGute Nachrichten für werdende Eltern: Dank steigender Entbindungszahlen befinden sich die Stuttgarter Geburtskliniken im Konkurrenzkampf und werben mit neuen und familiengerechten Angeboten um die Schwangeren.

Konkurrenz beflügelt den Service. Neben Entspannungsbädern, freundlich eingerichteten Wehenzimmern, werden – so die Ankündigung – nun auch eine kostenlose Übernachtung für Väter im Familienzimmer und ein zusätzlicher Betreuungstag für Mutter und Kind angeboten.

Geburten sind nur eingeschränkt planbar. Ob der Geburtsverlauf zulässt, es sich im Wehenzimmer gemütlich zu machen, ist  nicht vorherzusehen.  „Offen bleiben für alle Entwicklungen!“ ist in diesem Zusammenhang sicher ein guter Tipp.
Dennoch ist es natürlich wichtig, sich über die Angebote gut zu informieren und die passende Entbindungsklinik sorgfältig auszuwählen. Medizinische Betreuung, Wohnortnähe, Atmosphäre und Vertrauensverhältnis müssen stimmen.

Übrigens: Unsere Patientinnen können nach der Geburt auf unserer website ihre Entbindungsklinik bewerten und so andere werdende Eltern bei der Suche nach einer passenden Klinik unterstützen:

  Entbindungsklinik bewerten

(Bild: ©istockphoto.com_ jaroon)

Radel-Thon: Einmal rund um Stuttgart

Dienstag, 27. Mai 2014

Nach langer Zeit mal wieder ein Stuttgart-Tipp – für den Fall einer Regenpause am langen Wochenende. Ausprobiert und für gut befunden!

Auf dem „Radel-Thon“ in einem großen Kreis um Stuttgart herum – eine große Fahrradrunde durch Wald und Wiesen, am Neckar entlang, auf ruhigen Straßen durch interessante Stadtviertel. S- und U-Bahn-Stationen immer in rettender Nähe – falls das mit der Regenpause doch nicht klappt. Der Radel-Thon ist insgesamt 80 km lang, durchgängig ausgeschildert und lässt sich wunderbar in einzelne (kinderfreundliche!) Abschnitte aufteilen.

Der Clou: Wer die Strecke in zwei Etappen zurücklegt (einmal links rum, einmal rechts rum) und jeweils auf der „Rohrer Höhe“ bei Vaihingen startet (S-Bahn-Station Oberaichen), fährt fast immer nur bergab!

Karte und weitere Infos: Einmal rund um Stuttgart

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David Beckham: Held in heißen Höschen

Freitag, 10. Februar 2012

Eigentlich hasse ich den Winter. Eis und Schnee sind mir seit jeher ein Graus. Ich leide unter chronisch kalten Händen und friere schnell. Doch seit einigen Tagen ist das alles anders. Die Kältewelle ist mir schnuppe. Die Minusgrade sind mir egal. Handschuhe und Mütze? Dass ich nicht lache! Mich wärmt die innere Glut. Denn seitdem ein großer Modekonzern Stuttgart flächendeckend mit David Beckham in Unterhosen zuplakatiert hat, ist die gefühlte Temperatur erfreulich gestiegen.

David ist überall. Wärmetechnisch einfach optimal. Wer begrüßt mich, wenn ich aus der U-Bahn steige? David Beckham in Boxershorts. Wen sehe ich, wenn ich über den vereisten Schlossplatz stolpere? David Beckham in Retropants. Wer lässt meine Brillengläser beschlagen, wenn ich die Königstraße entlang rutsche? David Beckham im klassischen Doppelripp. Ja, dagegen hat „Cooper“, das Winterhoch mit der sibirischen Kaltluft, einfach keine Chance.

EHEC: Spuren auf der Königstraße

Mittwoch, 13. Juli 2011

ehecVor zwei Monaten begann die Ehec-Epidemie in Deutschland und damit die fieberhafte Suche nach dem Keim, der für schwere Darmentzündungen verantwortlich ist. Die Fahndung nach dem Ehec-Auslöser gleicht einem Krimi und die Findigkeit der Ermittler ist erstaunlich. Standen erst die Gurken aus Spanien im Verdacht, führte dann die Spur zu den Sprossen aus Niedersachsen, sind nun die Bockshornkleesamen aus Ägypten ins Fadenkreuz der wissenschaftlichen Kriminologen geraten. Wir bleiben dran.

Nun bin auch ich über den Ehec-Keim gestolpert. Mitten auf der Königstraße! In diesem Fall jedoch ist alles ganz harmlos. Mikrobiologie ist nicht mein Fach und meine Begegnung mit Ehec fand zugegebenermaßen nur indirekt statt. Aufgefallen ist mir ein Hinweis, mit dem ein China-Restaurant seinen Gästen die Angst vor Ehec-verseuchten Speisen nehmen möchte:

„Wir führen jeder Gerichte keine Sojasprossen zu.“ stand da in liebenswert verdrehtem Deutsch zu lesen. Ups! Da kann man schon mal ins Stolpern geraten. Über Sätze wie „Andauernd kommt keiner.“ könnte man philosophische Abhandlungen schreiben. Aber das geht dann doch zu weit. Ich führe allen meinen Blog-Beiträgen keinen Unsinn zu. Ich halte mich lieber an klare Aussagen. „Chinesische Essen ist gesundes Essen.“


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