Archiv für die Kategorie ‘Wechseljahre’

Lebenszeitrechner: Individuelle Restlaufzeiten

Montag, 29. August 2011

lebenszeitrechnerDas Älterwerden gehört zu den unvermeidlichen Nebenwirkungen des Lebens. Richtig Spaß macht das nur bis zum Erreichen der Volljährigkeit. Doch spätestens wenn das Älterwerden in Altwerden ausartet, wird das Ticken der Lebensuhr zu einem ernsten Thema.

Die Bewältigungsstrategien der Seniorenanwärter und Senioren sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Es gibt die Kämpfer, die Leugner und die Weisen. Es gibt die Leidenden, die Gläubigen und die Zyniker. Und es gibt die kleinen Krämerseelen, die mit dem Schicksal verhandeln und um die individuelle Restlaufzeit feilschen wollen.

Für sie gibt es ein praktisches Angebot im Internet: den Lebenszeitrechner. Eine Supersache. Ich zum Beispiel habe dem Herrgott 14,75 (!) zusätzliche Lebensjahre aus den Rippen geleiert – wenn man das mal so flapsig ausdrücken darf. Da kann man doch nicht meckern! „Ihre individuelle Lebenserwartung beträgt 99,75 Jahre.“ wurde mir mitgeteilt. „Laut unserem Rechner haben Sie damit noch 46,75 Jahre zu leben.“ So genau wollte ich es zwar gar nicht wissen, doch die Zeit, die ich in den Lebenszeitrechner investiert habe, hat sich damit echt gelohnt. Zumal ich das locker wieder reinhole, wenn ich auf den Eisprungrechner verzichte!

(Bild: Senior still learning© istockphoto.com)

Beziehung: Essen wichtiger als Sex

Montag, 13. Dezember 2010

wechseljahre_beziehung

Flaute im Bett? Keine Lust auf Lust? Macht nix. Kein Anlass zur Sorge. Gehen Sie doch mit Ihrem Liebsten einfach mal gut Essen! Für die häusliche Harmonie ist nämlich das gemeinsame Vergnügen bei Tisch wichtiger als das im Bett. So zumindest lautet das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa.

Rund zwei Drittel der Befragten gaben den leiblichen Genüssen den Vorzug vor den Freuden der Liebe. Eine Tendenz, die mit steigendem Alter deutlich zunimmt. Für immerhin 75% der über 50-Jährigen ist Essen wichtiger als Sex! Das gibt zu denken.

Werden wir im Laufe unseres Lebens alle faul und gefräßig? Sind wir mit 50 plus so frustriert von der erotischen Hausmannskost unserer langjährigen Beziehung, dass wir zum Ausgleich die Raffinesse eines liebevoll gekochten Menüs suchen? Erbauen wir uns dann lieber an einem guten Tischgespräch als an einem wortlosen Geschlechtsakt? Ach herrje, das sind ja schöne Aussichten!

(Bild: ©istockphoto.com_g_studio)

Botox boomt: das große Gähnen

Sonntag, 12. September 2010

Ja, ja, ja. Mittlerweile wissen wir es: Alle nutzen Botox. In keiner Zeitung, auf keinem Internetportal ist in den vergangenen Tagen die Meldung ausgeblieben, dass die Faltenbehandlung mit Botox boomt wie nie zuvor. Selbst Brad Pitt hat angeblich. Wieso eigentlich der?

Angesichts der großen Glattbügelei muss man die Stirne runzeln. Wo bleibt die Vielfalt des Lebens? Gibt es bald nur noch charakterlose Wischiwaschi-Typen mit Babyface? Was wird aus unseren Lach- und Kummerfalten? Aus Zornes-, Sorgen- und Denkerfalten?

Zugegeben: Nicht jeder findet Krähenfüße markant. Nicht jeder kann in Hängebacken, Doppelkinn und Tränensäcken interessante Spuren eines bewegten Lebens erkennen. Am wenigsten im eigenen Gesicht. Wenn aber jede Runzel straff gezogen werden soll, kriegt man doch nur noch das große Gähnen. Aber das – gähn – macht erst recht Falten.

(Bild: ©istockphoto_indian_senior_lady)

Wechseljahre: Frauen werden alt, Männer markant?

Sonntag, 29. August 2010

Vor einigen Tagen hatte Sean Connery Geburtstag. Der James Bond der 60er Jahre ist 80 geworden. Das könnte mir eigentlich egal sein. Stars und Promis sind nicht mein Thema. Trotzdem lässt mich eines nicht los: Wie kann ein Mann in diesem Alter noch so attraktiv sein? Es ist doch immer das Gleiche. Frauen werden alt, Männer markant. Die Welt ist ungerecht!

Eine kurze missgünstige Recherche in Internet und wahrem Leben hat mich allerdings auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nicht jeder gereifte Herr bietet den virilen Charme des 007 i.R. Dank Kahlköpfigkeit und Plauze ist die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ruckzuck wieder hergestellt.

„Auch das grünste Gras wird Heu.“ konnte ich mit grimmiger Freude in den Aphorismen der heutigen Sonntagszeitung lesen. Na, das ist doch mal eine ehrliche Aussage. Aber besonders tröstlich ist sie irgendwie auch nicht.

(Bild: ©istockphoto.co_Yuri_Arcurs)

Altweibersommer

Dienstag, 29. September 2009

Regelmäßig hole ich Blumen vom Feld – für zuhause und hin und wieder für die Praxis. Im Ablauf der warmen Jahreszeit konnte ich mich an Tulpen, Löwenmäulchen, Sonnenblumen, Dahlien und Astern erfreuen. Ein typisches Altweiberthema? Stimmt! Ein Altweiberthema. Nicht jeder ist für diese kleinen Glücksmomente empfänglich.

Menschen, die am frühen Morgen auf den Acker fahren und mit Gartenschere und verklärtem Lächeln durch bunte Blumenwiesen streifen, sind interessanterweise ausschließlich Frauen. Frauen im mittleren Alter, so zwischen Madonna und Caroline von Monaco, Frauen in ihren besten Jahren.

Der Altweiber(!)-Sommer ist ihre Zeit. Kein Wunder. Die Sonne hat den Zenit überschritten, die Frucht ist überreif und im Genuss des Sommers liegt schon der erste Abschiedsschmerz. Leicht kommen da beim Blumenpflücken tiefsinnige Gedanken. Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht ich? Jetzt ist die Zeit der üppigen Sträuße, hemmungslos geerntet, denn die Tage werden kürzer. Nicht mehr lang und die vergängliche Blütenpracht wird untergepflügt.

Aber halt! Das führt jetzt doch ein bisschen weit. Wenn die Sonne schräg steht, kommen schon merkwürdige Gedanken. Aber auch die gehören zum Leben.


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