Erweiterter Basis-Ultraschall: Eine Mogelpackung?

Neuigkeiten für Schwangere: Seit Anfang Juli 2013 übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für eine zusätzliche Untersuchung bei der Mutterschaftsvorsorge. Beim Screening im zweiten Schwangerschaftsdrittel können die werdenden Mütter über den bisherigen Basis-Ultraschall hinaus eine „erweiterte“ Basis-Ultraschalluntersuchung in Anspruch nehmen, bei der ein Teil der kindlichen Organe auf Fehlbildungen hin untersucht wird.

Die Kasse zahlt. Das hört sich immer gut an. Doch leider erweist sich die scheinbar großzügige Neuerung der Mutterschaftsrichtlinien als heikler Fall: Die als „Organ-Ultraschall“ angebotene Untersuchung ist mit dem umfangreichen feindiagnostischen Organ-Ultraschall auf Degum 2-Niveau nicht zu vergleichen und wird von Fachleuten heftig kritisiert. Sie gilt als halbherziger Kompromiss, als Mogelpackung, als Billiglösung.

In der Praxis ist viel Informationsarbeit zu leisten. Vor einer Entscheidung wollen die werdenden Eltern natürlich gut beraten werden. Basis-Ultraschall? Erweiterter Basis-Ultraschall? Feindiagnostik? Die Entscheidung für die Untersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche ist nicht einfach. Klein? Mittel? Groß? Hilfreich ist es, sich selbst gut zu informieren und Für und Wider sorgfältig abzuwägen.

Allen, die mehr wissen wollen, empfehlen wir folgende Links:

Basis-Ultraschalluntersuchungen

Pränatalmedizin: Ein fragwürdiger Kompromiss für Mütter

Erweiterter Ultraschall in der Schwangerschaft

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