PMS: Das prämenstruelle Syndrom

Viele Frauen haben in den Tagen vor ihrer Periode heftige Beschwerden. Etwa 30% aller Frauen zwischen 20 und 40 Jahren leiden unter PMS – dem prämenstruellen Syndrom.

Doch wer über die „Tage vor den Tagen“ klagt, hat einen schweren Stand. Lange wurde bezweifelt, dass es das prämenstruelle Syndrom überhaupt gibt. Als Zickigkeit verspottet, als Unpässlichkeit verharmlost oder als Scheinkrankheit abgetan, wurde es weder behandelt noch erforscht. Mittlerweile ist PMS offiziell als Krankheit anerkannt und von der WHO unter dem Diagnoseschlüssel ICD-10 N94.3 klassifiziert worden.

Die Symptome der sogenannten prämenstruellen Dysphorie sind vielfältig. Besonders häufig sind Reizbarkeit, Aggressivität, Depressionen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Heißhungerattacken, Kopf- und Rückenschmerzen und Spannungsgefühl in den Brüsten. Nicht immer allerdings lassen sich die Beschwerden auf die hormonellen Vorgänge innerhalb des weiblichen Zyklus schieben. Auch andere behandlungsbedürftige Krankheiten – z.B. eine Depression oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse – könnten dahinter stecken. Das Erscheinungsbild des PMS ist diffus und macht eine eindeutige Diagnose nicht leicht.

Um andere Ursachen der Beschwerden auszuschließen, sollten betroffene Frauen einen Zykluskalender führen, bei dem über mehrere Monate hinweg jeder Zyklustag so genau wie möglich dokumentiert wird. Nur so können die prämenstruellen Beschwerden von anderen Krankheitserscheinungen abgegrenzt und erfolgreich behandelt werden.

Berechnen Sie Ihren Eisprung und führen Sie einen Zykluskalender

(Bild: ©istockphoto.com_WillSelarep)

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