Mit ‘Beziehung’ getaggte Artikel

Beziehung: Essen wichtiger als Sex

Montag, 13. Dezember 2010

wechseljahre_beziehung

Flaute im Bett? Keine Lust auf Lust? Macht nix. Kein Anlass zur Sorge. Gehen Sie doch mit Ihrem Liebsten einfach mal gut Essen! Für die häusliche Harmonie ist nämlich das gemeinsame Vergnügen bei Tisch wichtiger als das im Bett. So zumindest lautet das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa.

Rund zwei Drittel der Befragten gaben den leiblichen Genüssen den Vorzug vor den Freuden der Liebe. Eine Tendenz, die mit steigendem Alter deutlich zunimmt. Für immerhin 75% der über 50-Jährigen ist Essen wichtiger als Sex! Das gibt zu denken.

Werden wir im Laufe unseres Lebens alle faul und gefräßig? Sind wir mit 50 plus so frustriert von der erotischen Hausmannskost unserer langjährigen Beziehung, dass wir zum Ausgleich die Raffinesse eines liebevoll gekochten Menüs suchen? Erbauen wir uns dann lieber an einem guten Tischgespräch als an einem wortlosen Geschlechtsakt? Ach herrje, das sind ja schöne Aussichten!

(Bild: ©istockphoto.com_g_studio)

Jungfräulichkeit: eindeutig uneindeutig

Montag, 08. November 2010

Die Frage nach einer Blutung beim „ersten Mal“ wird häufig gestellt. Der Hintergrund dieser Frage ist klar. Es geht um den eindeutigen Beweis – oder auch Gegenbeweis – der Jungfräulichkeit: Blutet es beim ersten Geschlechtsverkehr, war die Frau noch unberührt. Blutet es nicht, hatte sie schon einen anderen. Doch so einfach ist es nicht.

Kommt es bei einer Defloration (Entjungferung) zu einer kleineren Blutung, so entsteht diese durch die Verletzung des Jungfernhäutchens. Bei vielen Frauen jedoch ist das Hymen sehr dehnbar, durch Sport oder die Benutzung von Tampons bereits eingerissen oder auch überhaupt nicht angelegt. Tatsächlich hat die Hälfte aller Frauen bei der Entjungferung überhaupt keine Blutung.

Einen eindeutigen Beweis der Jungfräulichkeit gibt es also nicht. Auf ein garantiertes Frischesiegel müssen wir – bei Frauen wie bei Männern – verzichten. Fernab aller Fragen der Moral ist ein Blick auf die biologische Entstehung und die tatsächliche Bedeutung des Hymens interessant: Das Jungfernhäutchen ist ein Relikt aus der frühen Embryonalphase, ein Geweberest, entstanden durch die Entwicklung des Anal- und Urogenitaltraktes.

(Bild: ©istockphoto.com_jimd_stock)

Vorgespielter Orgasmus: Lug und Trug statt Lust und Liebe?

Montag, 02. August 2010

Das Vorspielen von Erregung, Lust und sexuellem Höhepunkt ist bei Frauen erstaunlich weit verbreitet. Etwa 90% der Frauen haben ihrem Partner schon einmal einen Orgasmus vorgespielt. Ungefähr 10% von ihnen täuschen regelmäßig einen Höhepunkt vor.

Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Viele Frauen nutzen die kleine Showeinlage, um den Partner zu erregen und ihm als aufregende Bettgenossin zu gefallen. Häufig dient diese Form des „Vorspiels“ aber auch schlichtweg dazu, den Geschlechtsverkehr abzukürzen oder nicht zugeben zu müssen, keinen Orgasmus gehabt zu haben.

Auch für einen erfahrenen Liebhaber ist es unter Umständen schwierig, den gespielten von einem tatsächlichen Orgasmus zu unterscheiden – obwohl die körperlichen Reaktionen während eines sexuellen Höhepunkts für eine Frau nicht leicht zu kopieren sind.

Ein gelegentliches Vorspielen von Lust und Leidenschaft mag für manche Paare als eine Art des Rollenspiels bereichernd sein. Die regelmäßige Orgasmuslüge kann allerdings zu einem ernsten Problem werden. Wer immer nur simuliert und keinen echten Höhepunkt erlebt, findet nur schwer zu einem ehrlichen Umgang miteinander. Leicht entsteht ein Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg mehr gibt.

(Bild: ©istockphoto.com_DigitalZombie)

Geburt: Väter im Kreißsaal

Freitag, 09. April 2010

Dass werdende Väter bei der Geburt ihres Kindes dabei sind, ist schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Das gemeinsame existenzielle Erlebnis einer Geburt fördert die frühe Bindung zum Kind und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl als Paar und Familie.

Auf den Geburtsverlauf selbst scheint die Anwesenheit des Partners allerdings keinen Einfluss zu haben, so das Ergebnis einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Berlin. Es sei nicht nachweisbar, dass die Gegenwart des Partners positive Auswirkungen auf die Dauer der Geburt, den Bedarf an Schmerzmitteln oder die geburtsmedizinische Interventionsrate hat.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es sich besonders positiv auf die Paarbeziehung auswirkt, wenn die Väter zur Geburtsvorbereitung einen reinen Männerkurs besuchen. Bedenken und Ängste könnten dort offener besprochen werden als in Gegenwart der Partnerin.

(Bild: ©istockphoto.com_ JustinMcD.jpg)

Lästern: Ein harmloses Laster?

Mittwoch, 07. April 2010

Wir haben alle unsere kleinen Schwächen. Nehmen wir zum Beispiel das Lästern über andere. Hier ein Späßchen auf Kosten der (eigentlich) besten Freundin, dort eine abfällige Bemerkung über die Kollegin, mal ein kleines Gerücht, mal eine üble Nachrede … nicht gerade die feine Art. Wir alle wissen: Hecheln und Hetzen sollten wir nicht. Wir tun es dennoch.

Lästern erleichtert. In Maßen (!) genossen ist es ein harmloses Laster und hat sogar eine positive soziale Funktion. Klatsch und Tratsch verbindet. Wissenschaftler der Universität Oklahoma haben herausgefunden, dass Nähe und Freundschaft besonders stark gefördert werden, wenn wir unsere negativen Ansichten mit anderen teilen können. Eine gemeinsame positive Meinung wirke deutlich weniger verbindend.

(Bild: © drubig-photo – Fotolia.com)

Die Pille für den Mann: Neue Hoffnung?

Mittwoch, 24. Februar 2010

Das Wichtige vorweg: Nein, die Pille für den Mann gibt es noch nicht. Lange war sie uns versprochen, aber sie ist immer noch nicht auf dem Markt.

Dabei stand der Durchbruch schon einmal kurz bevor. Mit einer Kombination aus Hormonimplantat und regelmäßigen Spritzen sollte der verantwortungsvolle Partner für die Zeugungsverhütung sorgen. Das Produkt war bereits in der Erprobungsphase. Ganz ehrlich: Es wäre schön gewesen, nach all den Jahren der Pillenschluckerei, einfach sagen zu können „Schatz, ab heute bist du dran!“

Doch dann war der Traum erst einmal ausgeträumt. Das Ergebnis der Testphase war ernüchternd: Zu kompliziert in der Anwendung, zu heftig in den Nebenwirkungen. Kein Mann hätte sich ernsthaft auf ein solches Abenteuer eingelassen. Vor drei Jahren zogen sich die Pharmafirmen aus der Erforschung eines hormonellen Verhütungsmittels für den Mann zurück.

Nun aber gibt es einen neuen Anlauf und damit neue Hoffnung auf Gleichberechtigung in Verhütungsfragen. Im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird an den Universitätskliniken Münster und Halle wieder an der Entwicklung einer Verhütungsspritze gearbeitet, die vorübergehend die Spermienbildung unterbinden soll. 2015 – so die optimistische Schätzung – könnte das Produkt auf den Markt kommen. Wir behalten das im Auge!!!

Sexdauer: Quickie oder Liebesnacht?

Montag, 18. Januar 2010

Wie lange dauert guter Sex? Na, diese Frage ist doch eine Diskussion wert! Leidenschaftlicher Quickie oder lieber zärtliche Liebesnacht? Die schnelle Nummer oder lieber die innige Begegnung? Kurz und knackig oder lieber ausdauernd lustvoll? Wie lieben wir’s?

Interessant ist die Untersuchung des amerikanischen Sexualforschers Eric Corty. Er fand heraus, dass Paare am glücklichsten sind, wenn der Liebesakt (ohne Vor- und Nachspiel) zwischen 7 und 13 Minuten lang dauert. Die Vorstellung „Nur ausgedehnter Sex ist guter Sex.“ sei schlichtweg falsch. „Je länger, je lieber“ – ein Gerücht. 14 – 30 Minuten sind laut Studie zu lang.

Erkenntnisse dieser Art haben immer etwas Gutes: Wer sich im Bett bislang unter Leistungsdruck gesetzt hat, kann beruhigt aufatmen. Liebe, Lust und Leidenschaft sind nicht nur was für konditionsstarke Kerle.

Guter Sex, schlechter Sex … die Dauer des Liebesspiels ist dabei natürlich immer nur ein Nebenaspekt und nicht allein entscheidend über Glück und Unglück. Trotzdem: „Wie lieben wir’s?“ bleibt eine pikante Frage und ist immer eine Diskussion wert.

(Bild: ©istockphoto.com_ attator)

Erotik der Hausarbeit: Beim Kloputzen geht die Post ab!

Mittwoch, 25. November 2009

Hausarbeit ist Frauensache. Wer putzt? Wer wäscht? Wer kocht? Na, wer wohl … Selbst in Beziehungen, in denen beide Partner voll berufstätig sind, sind es die Frauen, die den größten Teil der Hausarbeit übernehmen. Die geschlechtsspezifische Aufteilung häuslicher Tätigkeiten hält sich zäh – allen Emanzipationsbestrebungen zum Trotz.

Aber freuen wir uns über frischen Wind im tristen Hausfrauendasein: Neueste Studien haben nämlich die erotisierende Wirkung von Kehrbesen und Wischmopp nachgewiesen. Wer bislang meinte, der olle Putzlappen sei der totale „Abtörner“, wird nun eines Besseren belehrt. Hausarbeit bringt in Stimmung, Staubsaugen macht sinnlich und beim Kloputzen geht so richtig die Post ab.

Voraussetzung allerdings: Die Hausarbeit muss von beiden Partnern gemeinsam erledigt werden. Eine Erkenntnis, die wir dem amerikanischen Sozialwissenschaftler Scott Yabiku zu verdanken haben. Er hat nachgewiesen, dass verheiratete Paare deutlich häufiger Sex haben, wenn beide mehr Zeit im Haushalt verbringen.

Ausgewertet wurden die Daten von knapp 7000 Ehepaaren. Geprüft wurde, wie viel Zeit für Kochen, Putzen, Einkaufen und Gartenarbeit drauf geht. Dabei zeigte sich einerseits das bekannte Phänomen, dass die Frauen fast doppelt so viel wischen, waschen und wuseln wie ihre Männer. Andererseits wurde deutlich, dass sich gemeinsam verrichtete Hausarbeit positiv auf das Sexualleben auswirkt. Fazit der Studie: „Je härter gearbeitet wird, desto öfter geht’s zur Sache.“
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Eifersucht: nutzlos, schädlich, überflüssig!

Mittwoch, 01. Juli 2009

„Die Liebe ist ein Kind der Freiheit.“
Was für ein schöner Satz! So wahr, so klar! Nur schade, dass das Leben immer viel komplizierter ist als seine kleinen Weisheiten.

Wir alle wissen, wie sehr Kontrolle und Besitzdenken einer Beziehung schaden können. Und dennoch: Manchmal können wir uns dem nagenden Gefühl von Eifersucht einfach nicht entziehen. Dabei gibt es kaum eine andere Emotion, die so schmerzhaft ist. Die Vorstellung, vom Liebsten hintergangen zu werden, kann unerträglich sein.

Eifersucht ist ein höchst unproduktives Gefühl, das ein Problem nicht löst, sondern den Konflikt verschärft. Wird die Eifersucht wahnhaft, quält sie den Partner mit unbegründeten Verdächtigungen. Zudem ist das heftige Gefühl der Verlustangst Gift fürs Ego. Der „narzisstische Nährwert“ geht gegen Null. Ein eifersüchtiger Mensch kann sich selbst nicht leiden und wirkt auch auf andere schnell unsympathisch.

Eifersucht ist also ein Gefühl, auf das wir gut verzichten könnten: Nutzlos, schädlich, überflüssig! Aber wir alle haben unsere kleinen Schwächen. Neid und Eifersucht – zumindest in milder Form – sind uns nur allzu gut bekannt. Ein Trugschluss ist es allerdings, Zuneigung und Liebe am Grad der Eifersucht zu messen.

Heftige Verlustangst und ein ausgeprägter Besitzanspruch gegenüber dem Partner deuten eher auf ein schwaches Selbstwertgefühl hin als auf eine tiefe Zuneigung. Eine dauerhafte Liebe lebt von der Eigenständigkeit beider Partner. „Die Liebe ist ein Kind der Freiheit.“ – Was für ein schöner Satz!

Das Handy: Die Nuckelflasche am Ohr

Dienstag, 02. Juni 2009

Über 90% aller 12-19-Jährigen haben ein Handy. Handy muss sein! Aufgeladen, eingeschaltet und immer dabei: Das Handy ist zum ständigen Begleiter einer ganzen Generation geworden. Es wird telefoniert und gesimst, was das Zeug hält!

Nie war die Welt so kommunikativ wie heute. Jederzeit sind wir erreichbar, können uns spontan verabreden, überall mal ein Schwätzchen halten oder Rat und Hilfe holen. Vorbei die einsamen Zeiten, als die Welt noch ein einziges Funkloch war!

Psychologen warnen allerdings vor den Gefahren einer permanent vernetzten Welt, in der Dauerkommunikation an die Stelle eines zeitweiligen Alleinseins getreten ist. Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind zu regelrechten „Kommunikationsjunkies“ geworden, die es nicht mehr ertragen können, allein im Bus zu sitzen oder einfach mal gar nichts zu tun.

Das Handy ist zu einer „Dauer-Nabelschnur“ geworden, die Heranwachsende mit Eltern, Freunden und anderen Bezugspersonen verbindet. Nach Ansicht von Professor Bauer, Psychiater an der Universitätsklinik Freiburg, wird das Handy damit zum „Entwicklungshemmer“, zur „Nuckelflasche am Ohr“, die es Jugendlichen erschwert, Alleinsein zu ertragen und Entscheidungen selbständig zu treffen.


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