Mit ‘Beziehung’ getaggte Artikel

Der kleine Unterschied

Freitag, 03. April 2009

Ab und zu bekomme ich Rundmails mit „humoristischem Anhang“. Oft lösche ich sie ja – ungelesen! Manchmal ist aber wirklich was Nettes dabei. Z.B. folgende Beschreibungen eines gemeinsamen Abends – aus „ihrer“ und „seiner“ Sicht.

Ihr Tagebuch:

Am Samstagabend hat er sich echt komisch verhalten. Wir wollten ja noch auf ein Bier ausgehen. Ich kam blöderweise zu spät – womöglich war er deswegen sauer.
Irgendwie kamen wir gar nicht miteinander ins Gespräch und ich hab dann vorgeschlagen , dass wir woanders hingehen, wo man sich besser unterhalten kann. Er war zwar einverstanden, blieb aber total schweigsam und abwesend. Ich fragte schließlich, was los wäre und ob ich ihn vielleicht geärgert hätte. Aber er meinte nur, es wäre nichts und es hätte nichts mit mir zu tun. Ich sollte mir keine Sorgen machen.

Auf der Heimfahrt habe ich ihm dann gesagt, dass ich ihn liebe, aber er hat gar nicht groß drauf reagiert. Das versteh’ ich nicht. Warum hat er nicht einfach gesagt „Ich liebe Dich auch“? Als wir nach Hause kamen, fühlte ich, dass wir uns fremd geworden sind, dass er nichts mehr mit mir zu tun haben wollte. Er saß nur da und schaute fern – er schien so weit weg.

Schließlich bin ich dann ins Bett gegangen. Er kam 10 Minuten später nach und zu meiner Überraschung hat er auf meine Liebkosungen reagiert und wir haben uns geliebt. Aber irgendwie hatte ich immer noch das Gefühl, dass er abgelenkt und mit seinen Gedanken weit weg war. Schließlich wollte ich offen mit ihm über alles reden, aber da war er schon eingeschlafen. Ich hab dann geheult. Ich bin fast sicher, dass er eine andere hat. Das kommt mir alles so sinnlos vor.

Sein Tagebuch:

Heute hat Bayern München verloren. Aber wir hatten prima Sex.

Märchenhafter Liebestrank: Von der spröden Gattin zur willigen Geliebten?

Dienstag, 10. März 2009

„Keine Lust auf Lust“ kennen wir fast alle. „Ich bin müde.“ und „Heute nicht, Liebling!“ sind Klassiker im Ehebett. Sexuelle Lustlosigkeit ist weit verbreitet. Einer amerikanischen Studie zufolge leiden 18% der Männer und 33% der Frauen zwischen 18 und 60 Jahren unter sexuellem Desinteresse.

Die Störung der weiblichen Libido ist nun ins Zentrum der medizinischen Forschung gerückt. Kanadischen Wissenschaftlern der Concordia Universität Montreal ist es gelungen, das körpereigene „Lusthormon“ Alpha-MSH (Melanozyten stimulierendes Hormon) synthetisch herzustellen. Dadurch könnte in naher Zukunft ein Medikament entwickelt werden, das bei Frauen sexuelles Verlangen hervorruft. Eine Art Viagra für Frauen also, eine Lustdroge aus den Laboren der Pharmafirmen.

Die weibliche Sexualität ist vielschichtig. Die Lust auf Erotik ist stark mit dem Gefühl für den Partner verbunden. Der Verdacht, dass ein medikamentöser Scharfmacher für Frauen einem männlichen Wunschdenken entspringt, liegt nahe. Ob der märchenhafte Zaubertrank lediglich die spröde Gattin zur willigen Geliebten machen soll oder ob er den Frauen tatsächlich zu mehr Liebes- und Lebenslust verhilft, bleibt abzuwarten.


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