Mit ‘Lebensstrategien’ getaggte Artikel

Weihnachten: Die Frage aller Fragen

Freitag, 27. November 2009

Hin und wieder beschäftige ich mich mit den kleinen moralischen Fragen des Alltags. Manche von ihnen, sind wahre Herausforderungen. Kurz vor Weihnachten ist es besonders schlimm. Hier stellt sich nämlich schnell die Frage aller Fragen: Darf man Weihnachten auch nicht mögen? Oder kommt die spröde Distanz zum Fest der Liebe einer charakterlichen Bankrotterklärung gleich?

Ja, in diesen Wochen gibt es viele Fragen dieser Art! Ist es sehr schlimm, wenn man die Türchen vom Adventskalender alle auf einmal öffnet? Kann man Weihnachtsgeschenke in Osterpapier wickeln? Muss man Plätzchen backen oder darf man Plätzchen kaufen? Weihnachtsbaum ja oder Weihnachtsbaum nein? Weihnachtsbaum in echt oder Weihnachtsbaum in Plastik? Fragen über Fragen, wahrhaft verzwickt.
Topaktuell: Darf man den Adventskranz ganz schnöde auch bei Aldi kaufen???

Lach doch mal!

Freitag, 13. November 2009

Es gibt Ratschläge, die zwar gut gemeint und auf allerlei Gesundheitsseiten zu finden, aber nicht leicht zu befolgen sind. Einer davon lautet: „Lach doch mal!“.

„Lach doch mal!“ – diese schlichte Aufforderung zur mehr Lebensfreude veranlasst die wenigsten Menschen dazu, in frohes Gelächter auszubrechen. Schließlich ist vordringliche Eigenschaft des Lachens die Spontaneität. „Ha, ha, ha“ auf Kommando? Unmöglich! Lachen muss von Herzen kommen. „Lach doch mal!“ als ernst gemeinte Handlungsaufforderung ist ähnlich absurd wie „Sei doch mal spontan!“

Dennoch: Lachen tut gut. Dafür, dass fröhliches Gelächter das Lebensgefühl enorm steigern kann, lachen wir erschreckend wenig. Auf gerade mal 15 Lacher pro Tag kommt der erwachsene Durchschnittsmensch. Gar nicht so wenig, könnte man meinen. Aber Kinder lachen bis zu 400-mal am Tag! Ja, da kann einem das Lachen schon vergehen.

Aber mal im Ernst: Es gibt gute Gründe (wissenschaftlich erforscht!), die eigene Lachbilanz zu steigern:

– Lachen baut Stress ab und erhöht die Konzentration der Endorphine im Blut;
– Lachen macht klüger, da es die linke Gehirnhälfte stimuliert;
– Lachen stärkt die Lungen, durch vermehrten Sauerstofftransport;
– Lachen kräftigt das Herz-Kreislauf-System;
– Lachen trainiert die Muskulatur.

Also lachen wir doch mal! Es wäre doch geradezu lächerlich, wenn wir das nicht hinbekämen.

(Bild: ©istockphotocom_bloodstone)

Altweibersommer

Dienstag, 29. September 2009

Regelmäßig hole ich Blumen vom Feld – für zuhause und hin und wieder für die Praxis. Im Ablauf der warmen Jahreszeit konnte ich mich an Tulpen, Löwenmäulchen, Sonnenblumen, Dahlien und Astern erfreuen. Ein typisches Altweiberthema? Stimmt! Ein Altweiberthema. Nicht jeder ist für diese kleinen Glücksmomente empfänglich.

Menschen, die am frühen Morgen auf den Acker fahren und mit Gartenschere und verklärtem Lächeln durch bunte Blumenwiesen streifen, sind interessanterweise ausschließlich Frauen. Frauen im mittleren Alter, so zwischen Madonna und Caroline von Monaco, Frauen in ihren besten Jahren.

Der Altweiber(!)-Sommer ist ihre Zeit. Kein Wunder. Die Sonne hat den Zenit überschritten, die Frucht ist überreif und im Genuss des Sommers liegt schon der erste Abschiedsschmerz. Leicht kommen da beim Blumenpflücken tiefsinnige Gedanken. Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht ich? Jetzt ist die Zeit der üppigen Sträuße, hemmungslos geerntet, denn die Tage werden kürzer. Nicht mehr lang und die vergängliche Blütenpracht wird untergepflügt.

Aber halt! Das führt jetzt doch ein bisschen weit. Wenn die Sonne schräg steht, kommen schon merkwürdige Gedanken. Aber auch die gehören zum Leben.

Klaus-Bärbel: Des Weichtiers wilde Wolllust

Samstag, 18. Juli 2009

wmo_klaus-baerbelReden wir über das Wetter. Nicht, dass ich keine Themen mehr hätte. Aber je größer die Verzweiflung, desto geringer die Hemmungen.

Wie in jedem Jahr stehen wir wieder vor der Aufgabe, auch einem verregneten Sommer schöne Seiten abzugewinnen. Ich zum Beispiel habe dank der nassen Witterung ein neues Haustier: Klaus-Bärbel (siehe Bild). Morgens, wenn ich die feuchte Zeitung reinhole, sitzt er/sie im Basilikum, bzw. in dem, was davon noch übrig ist. Klaus-Bärbel ist in dieser Hinsicht von nervtötender Beharrlichkeit. Anfangs wollte ich ihn/sie noch im Nachbargarten entsorgen. Aber mittlerweile habe ich jeden Widerstand aufgegeben. Ich habe ein Herz für Grenzgänger.

Klaus-Bärbel ist ein Zwitterwesen. Halb Mann, halb Frau. Vielleicht ist es diese faszinierende Zwischenexistenz, die ihn/sie zu beneidenswerter Leidenschaft befähigt. Der Geschlechtsakt der Weinbergschnecken dauert mindestens zwei Stunden. Darunter läuft nichts. Beim innigen Liebesspiel der schleimigen Mollusken geht es richtig zur Sache: Im Rausch der Sinne schießen sie dem Partner/der Partnerin bis zu 11 mm lange „Liebespfeile“ in den Leib, die zu höchster Lust anstacheln. Wow! Des Weichtiers wilde Wolllust: wirklich Wahnsinn!

Ja, mein/e Klaus-Bärbel bringt echt Schwung ins trübe Nieselwetter!

Sex gegen Fleisch: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Sonntag, 24. Mai 2009

wmo_geldEs gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, die nachdenklich stimmen. So haben z.B. Primatenforscher herausgefunden, dass sich Schimpansenweibchen häufiger mit den Männchen paaren, die sie mit erbeutetem Fleisch versorgen, als mit „geizigen“ Artgenossen. Männliche Schimpansen, die mit den Weibchen ihre Jagdbeute teilen, „verdoppeln ihren Paarungserfolg“ so das Ergebnis der Studie.

Sex gegen Fleisch. Ein einfaches Tauschgeschäft und eine kluge Strategie der Schimpansenweibchen. Warum selber jagen, wenn die Beute auch leichter zu haben ist? Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Hand aufs Herz und mal ganz unter uns Primaten: Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

Jetzt hocketse wieder

Montag, 04. Mai 2009

hocketseSpätestens ab Mai, dem Beginn der Hocketse-Saison, braucht „der Schwob“ nicht viel zum Glück. Bierbank, Bier und rote Wurst – die Grundausrüstung einer kleinen Hocketse, Inbegriff schwäbischer Geselligkeit, ist sympathisch unkompliziert. Jeder ist willkommen, Kontakte ergeben sich schnell. „Hock di’ na!“ So einfach ist das.

Die mediterrane Leichtigkeit der sommerlichen Zusammenkünfte schmückt das Land der schaffigen Bruddler. Doch wer von der Lockerheit einer schwäbischen Hocketse auf eine landestypische Begabung zu spontaner Improvisation schließt, irrt.

Eine traditionelle Hocketse ist generalstabsmäßig geplant. Veranstaltet wird sie von Vereinen wie der Freiwilligen Feuerwehr, dem Obst- und Gartenbauverein oder den Wandervögeln e.V. Vereine dieser Art können vor allem eins: Organisieren! Jahrzehntelange Erfahrung, zupackende Vereinskameraden, ausgefeilte Checklisten und Einsatzpläne sichern den reibungslosen Ablauf einer Hocketse und damit Einkünfte für die Vereinskasse.

Aber wen interessiert das schon bei Bier und rote Wurscht? Komm, hock di’ na!

Mein kleiner Frühling

Sonntag, 22. Februar 2009
Meine neue Tasse

Meine neue Tasse

Hartnäckige Winterwochen erfordern klare Strategien. Kluge Menschen kaufen sich Taucherbrille und Flossen und fliegen in die Südsee. Andere fahren mit dem Auto in die Waschanlage. Oder sie schenken sich selbst eine neue Kaffeetasse im Frühlingsdesign. Das Leben ist manchmal so einfach.

Starbucks: for ever young

Mittwoch, 21. Januar 2009

Ab und zu gehe ich zu Starbucks. Zwar gibt es guten Kaffee auch dort, wo die Warteschlange kürzer ist, aber Starbucks bietet mir immer etwas ganz Besonderes: den „For-ever-young-Service“. Den kriegt man nicht überall.

Sobald ich mich bis zur Kasse vorgewartet habe und sagen darf, was ich will, fängt es an: „Und, wie heißt du?“ fragt mich ein Jüngelchen, das locker mein Sohn sein könnte. „Hille“ sag ich – immer so leicht krampfig – aber man kann ja wirklich nicht erwarten, dass er „Frau Franke“ auf den Pappbecher mit meinem Caffè latte schreibt.

Wenn ich etwas später – warten, warten, warten – meinen „Caffè latte für Hille!“ in Empfang nehme, ist es soweit. „Take it easy!“ sage ich mir und lässige Coolness durchströmt mich, eine amerikanische Leichtigkeit, eine jugendliche Unbeschwertheit. Ein richtiger Jungbrunnen, dieses Starbucks.
Voll der geile Laden. Echt!

Überlebenshilfe

Dienstag, 20. Januar 2009

Langsam wird es Zeit, die Weihnachtspost zu erledigen. Bei der Gelegenheit habe ich eine nette Mail wieder gefunden. Eigentlich war sie als Überlebenshilfe für kalorienreiche Adventswochen gedacht. Aber gute Ernährungstipps kann man immer gebrauchen:

  • Wenn du etwas isst und keiner sieht es, dann hat es keine Kalorien.
  • Wenn du eine Light-Limonade trinkst und dazu eine Tafel Schokolade isst, dann werden die Kalorien in der Schokolade von der Light-Limonade vernichtet.
  • Wenn du mit anderen zusammen isst, zählen nur die Kalorien, die du mehr isst als die anderen.
  • Essen, das zu medizinischen Zwecken eingenommen wird (z.B. heiße Schokolade, Rotwein, Cognac …) zählt NIE.
  • Je mehr du deine Freundinnen und Kolleginnen mästest, desto schlanker wir(k)st du selbst!
  • Essen, das als ein Teil von Unterhaltung verzehrt wird (Popcorn, Erdnüsse, Limonade, Schokolade oder Chips im Kino oder beim Musikhören), enthält keine Kalorien, da es ja nicht als Nahrung aufgenommen wird, sondern nur als Teil der Unterhaltung.
  • Kuchenstücke oder Gebäck enthalten keine Kalorien, wenn sie gebrochen und Stück für Stück verzehrt werden, weil das Fett verdampft, wenn es aufgebrochen wird.
  • Alles, was von Messern, aus Töpfen oder von Löffeln geleckt wird, während man Essen zubereitet, enthält keine Kalorien, weil es ja Teil der Essenszubereitung ist.
  • Essen mit der gleichen Farbe hat auch den gleichen Kaloriengehalt (z.B.Tomaten und Erdbeermarmelade, Pilze und weiße Schokolade).
  • Speisen, die eingefroren sind, enthalten keine Kalorien, da Kalorien eine Wärmeeinheit sind.
  • Hinweis bzw. Definition: Kalorien sind kleine Tiere, die im Kleiderschrank wohnen und nachts die Kleider enger nähen!!!

Frühling??

Dienstag, 06. Januar 2009

Ich bin ein beinharter Winterhasser. In jedem Jahr wird’s schlimmer. Schon vor Weihnachten suche ich nach den ersten Anzeichen des baldigen Frühlings. Groß war also meine Freude, als Anfang Dezember der Otto-Katalog „Frühling 2009“ vor der Haustür lag. Ganz klar, lange kann es nicht mehr dauern!

Und auch gestern machte mein Herz einen freudigen Hüpfer: Bei Aldi gibt’s die ersten Tulpen. Wie schön, dachte ich und legte mir gleich zwei der schlaffen Bündel aufs Band. Jetzt stehen sie in der Vase neben der Weihnachtskrippe. Ich habe mich für weiße Tulpen entschieden. Passend zum Schnee.


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