Mit ‘Menstruation’ getaggte Artikel

PMS: Das prämenstruelle Syndrom

Montag, 11. Oktober 2010

Viele Frauen haben in den Tagen vor ihrer Periode heftige Beschwerden. Etwa 30% aller Frauen zwischen 20 und 40 Jahren leiden unter PMS – dem prämenstruellen Syndrom.

Doch wer über die „Tage vor den Tagen“ klagt, hat einen schweren Stand. Lange wurde bezweifelt, dass es das prämenstruelle Syndrom überhaupt gibt. Als Zickigkeit verspottet, als Unpässlichkeit verharmlost oder als Scheinkrankheit abgetan, wurde es weder behandelt noch erforscht. Mittlerweile ist PMS offiziell als Krankheit anerkannt und von der WHO unter dem Diagnoseschlüssel ICD-10 N94.3 klassifiziert worden.

Die Symptome der sogenannten prämenstruellen Dysphorie sind vielfältig. Besonders häufig sind Reizbarkeit, Aggressivität, Depressionen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Heißhungerattacken, Kopf- und Rückenschmerzen und Spannungsgefühl in den Brüsten. Nicht immer allerdings lassen sich die Beschwerden auf die hormonellen Vorgänge innerhalb des weiblichen Zyklus schieben. Auch andere behandlungsbedürftige Krankheiten – z.B. eine Depression oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse – könnten dahinter stecken. Das Erscheinungsbild des PMS ist diffus und macht eine eindeutige Diagnose nicht leicht.

Um andere Ursachen der Beschwerden auszuschließen, sollten betroffene Frauen einen Zykluskalender führen, bei dem über mehrere Monate hinweg jeder Zyklustag so genau wie möglich dokumentiert wird. Nur so können die prämenstruellen Beschwerden von anderen Krankheitserscheinungen abgegrenzt und erfolgreich behandelt werden.

Berechnen Sie Ihren Eisprung und führen Sie einen Zykluskalender

(Bild: ©istockphoto.com_WillSelarep)

Verhütung im Langzeitzyklus: Pause von der Pause

Montag, 21. September 2009

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In den Anfangsjahren der „Anti-Baby-Pille“ war es noch üblich, eine regelmäßige längere Einnahmepause einzulegen. Für mindestens einen Monat war Schluss mit lustig. Der Zyklus sollte sich zwischendurch normalisieren. Erst wenn sich zeigte, dass ein Eisprung stattfindet, konnte die Pille weiterhin eingenommen werden.

Aus medizinischen Gründen war diese Vorsichtsmaßnahme verständlich. Die Hormondosis, die die Frauen damals täglich schluckten, war hoch und Erfahrungen mit langfristigen Fruchtbarkeitsstörungen lagen noch nicht vor. Die deutlich niedriger dosierte Pille von heute erspart uns diese Form der Einnahmepause – und damit manch eine unerwünschte Schwangerschaft. Was bleibt, ist die „normale“ Pillenpause, in der die Verhütung weiterhin gesichert ist. Drei Wochen Pille, eine Woche Pause. Somit kommt es zu einer Abbruchsblutung, die Menstruation kann regelmäßig stattfinden.

Immer häufiger jedoch nehmen Frauen die Pille „durch“. Sie lassen die Pause weg und können damit die Blutung verschieben. Für Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, bedeutet der sogenannte Langzeitzyklus eine große Erleichterung. Bei Endometriose oder menstruationsbedingter Migräne z.B. wird die durchgehende Einnahme der Pille sogar medizinisch empfohlen.

Für viele andere ist die dauerhafte Pilleneinnahme eine Form der körperlichen Selbstbestimmung. Wer im Urlaub auf Binden und Tampons verzichten möchte, kann so die Regel leicht unterdrücken. Eine langfristige Hormoneinnahme ohne jegliche Unterbrechung ist aber problematisch, denn häufig kommt es zu Zwischenblutungen. Studien über mögliche Langzeitfolgen gibt es noch nicht.

Achtung, keine Experimente! Nicht jede Pillensorte eignet sich zur Einnahme im Langzeitzyklus. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!

(Foto: istockphotocom_shantell)


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