Mit ‘Sexualität’ getaggte Artikel

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten …

Dienstag, 13. Februar 2018

Sex_Podcast

Es wird eine Menge über Sex gesprochen und geschrieben. Das Netz ist voll von intimen Geständnissen, ausgeplauderten Geheimnissen und öffentlich diskutierten Vorlieben. Die Zeiten sind nicht prüde und das Internet bietet Blogs, Portale und Ratgeber in großer Zahl.

Es ist viel Blödsinn darunter – pseudomedizinische „Abhandlungen“, Belanglosigkeiten, Schmuddelkrams. Manchmal jedoch hat man Glück mit dem Klick:  So findet man auf zeit.online den Sexpodcast „Ist das normal?“, ein regelmäßiger Beitrag der Wissenschaftsredaktion in Zusammenarbeit mit einer Ärztin und Sexualtherapeutin.

Die Themen sind vielseitig, die Beiträge wissenschaftlich fundiert und die jeweiligen Gespräche locker und unverkrampft. Es lohnt sich reinzuhören.

Sexpodcast: Ist das normal?

Beziehung: Essen wichtiger als Sex

Montag, 13. Dezember 2010

wechseljahre_beziehung

Flaute im Bett? Keine Lust auf Lust? Macht nix. Kein Anlass zur Sorge. Gehen Sie doch mit Ihrem Liebsten einfach mal gut Essen! Für die häusliche Harmonie ist nämlich das gemeinsame Vergnügen bei Tisch wichtiger als das im Bett. So zumindest lautet das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa.

Rund zwei Drittel der Befragten gaben den leiblichen Genüssen den Vorzug vor den Freuden der Liebe. Eine Tendenz, die mit steigendem Alter deutlich zunimmt. Für immerhin 75% der über 50-Jährigen ist Essen wichtiger als Sex! Das gibt zu denken.

Werden wir im Laufe unseres Lebens alle faul und gefräßig? Sind wir mit 50 plus so frustriert von der erotischen Hausmannskost unserer langjährigen Beziehung, dass wir zum Ausgleich die Raffinesse eines liebevoll gekochten Menüs suchen? Erbauen wir uns dann lieber an einem guten Tischgespräch als an einem wortlosen Geschlechtsakt? Ach herrje, das sind ja schöne Aussichten!

(Bild: ©istockphoto.com_g_studio)

Jungfräulichkeit: eindeutig uneindeutig

Montag, 08. November 2010

Die Frage nach einer Blutung beim „ersten Mal“ wird häufig gestellt. Der Hintergrund dieser Frage ist klar. Es geht um den eindeutigen Beweis – oder auch Gegenbeweis – der Jungfräulichkeit: Blutet es beim ersten Geschlechtsverkehr, war die Frau noch unberührt. Blutet es nicht, hatte sie schon einen anderen. Doch so einfach ist es nicht.

Kommt es bei einer Defloration (Entjungferung) zu einer kleineren Blutung, so entsteht diese durch die Verletzung des Jungfernhäutchens. Bei vielen Frauen jedoch ist das Hymen sehr dehnbar, durch Sport oder die Benutzung von Tampons bereits eingerissen oder auch überhaupt nicht angelegt. Tatsächlich hat die Hälfte aller Frauen bei der Entjungferung überhaupt keine Blutung.

Einen eindeutigen Beweis der Jungfräulichkeit gibt es also nicht. Auf ein garantiertes Frischesiegel müssen wir – bei Frauen wie bei Männern – verzichten. Fernab aller Fragen der Moral ist ein Blick auf die biologische Entstehung und die tatsächliche Bedeutung des Hymens interessant: Das Jungfernhäutchen ist ein Relikt aus der frühen Embryonalphase, ein Geweberest, entstanden durch die Entwicklung des Anal- und Urogenitaltraktes.

(Bild: ©istockphoto.com_jimd_stock)

Vorgespielter Orgasmus: Lug und Trug statt Lust und Liebe?

Montag, 02. August 2010

Das Vorspielen von Erregung, Lust und sexuellem Höhepunkt ist bei Frauen erstaunlich weit verbreitet. Etwa 90% der Frauen haben ihrem Partner schon einmal einen Orgasmus vorgespielt. Ungefähr 10% von ihnen täuschen regelmäßig einen Höhepunkt vor.

Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Viele Frauen nutzen die kleine Showeinlage, um den Partner zu erregen und ihm als aufregende Bettgenossin zu gefallen. Häufig dient diese Form des „Vorspiels“ aber auch schlichtweg dazu, den Geschlechtsverkehr abzukürzen oder nicht zugeben zu müssen, keinen Orgasmus gehabt zu haben.

Auch für einen erfahrenen Liebhaber ist es unter Umständen schwierig, den gespielten von einem tatsächlichen Orgasmus zu unterscheiden – obwohl die körperlichen Reaktionen während eines sexuellen Höhepunkts für eine Frau nicht leicht zu kopieren sind.

Ein gelegentliches Vorspielen von Lust und Leidenschaft mag für manche Paare als eine Art des Rollenspiels bereichernd sein. Die regelmäßige Orgasmuslüge kann allerdings zu einem ernsten Problem werden. Wer immer nur simuliert und keinen echten Höhepunkt erlebt, findet nur schwer zu einem ehrlichen Umgang miteinander. Leicht entsteht ein Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg mehr gibt.

(Bild: ©istockphoto.com_DigitalZombie)

Die Pille für den Mann: Neue Hoffnung?

Mittwoch, 24. Februar 2010

Das Wichtige vorweg: Nein, die Pille für den Mann gibt es noch nicht. Lange war sie uns versprochen, aber sie ist immer noch nicht auf dem Markt.

Dabei stand der Durchbruch schon einmal kurz bevor. Mit einer Kombination aus Hormonimplantat und regelmäßigen Spritzen sollte der verantwortungsvolle Partner für die Zeugungsverhütung sorgen. Das Produkt war bereits in der Erprobungsphase. Ganz ehrlich: Es wäre schön gewesen, nach all den Jahren der Pillenschluckerei, einfach sagen zu können „Schatz, ab heute bist du dran!“

Doch dann war der Traum erst einmal ausgeträumt. Das Ergebnis der Testphase war ernüchternd: Zu kompliziert in der Anwendung, zu heftig in den Nebenwirkungen. Kein Mann hätte sich ernsthaft auf ein solches Abenteuer eingelassen. Vor drei Jahren zogen sich die Pharmafirmen aus der Erforschung eines hormonellen Verhütungsmittels für den Mann zurück.

Nun aber gibt es einen neuen Anlauf und damit neue Hoffnung auf Gleichberechtigung in Verhütungsfragen. Im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird an den Universitätskliniken Münster und Halle wieder an der Entwicklung einer Verhütungsspritze gearbeitet, die vorübergehend die Spermienbildung unterbinden soll. 2015 – so die optimistische Schätzung – könnte das Produkt auf den Markt kommen. Wir behalten das im Auge!!!

Sexdauer: Quickie oder Liebesnacht?

Montag, 18. Januar 2010

Wie lange dauert guter Sex? Na, diese Frage ist doch eine Diskussion wert! Leidenschaftlicher Quickie oder lieber zärtliche Liebesnacht? Die schnelle Nummer oder lieber die innige Begegnung? Kurz und knackig oder lieber ausdauernd lustvoll? Wie lieben wir’s?

Interessant ist die Untersuchung des amerikanischen Sexualforschers Eric Corty. Er fand heraus, dass Paare am glücklichsten sind, wenn der Liebesakt (ohne Vor- und Nachspiel) zwischen 7 und 13 Minuten lang dauert. Die Vorstellung „Nur ausgedehnter Sex ist guter Sex.“ sei schlichtweg falsch. „Je länger, je lieber“ – ein Gerücht. 14 – 30 Minuten sind laut Studie zu lang.

Erkenntnisse dieser Art haben immer etwas Gutes: Wer sich im Bett bislang unter Leistungsdruck gesetzt hat, kann beruhigt aufatmen. Liebe, Lust und Leidenschaft sind nicht nur was für konditionsstarke Kerle.

Guter Sex, schlechter Sex … die Dauer des Liebesspiels ist dabei natürlich immer nur ein Nebenaspekt und nicht allein entscheidend über Glück und Unglück. Trotzdem: „Wie lieben wir’s?“ bleibt eine pikante Frage und ist immer eine Diskussion wert.

(Bild: ©istockphoto.com_ attator)

Erotik der Hausarbeit: Beim Kloputzen geht die Post ab!

Mittwoch, 25. November 2009

Hausarbeit ist Frauensache. Wer putzt? Wer wäscht? Wer kocht? Na, wer wohl … Selbst in Beziehungen, in denen beide Partner voll berufstätig sind, sind es die Frauen, die den größten Teil der Hausarbeit übernehmen. Die geschlechtsspezifische Aufteilung häuslicher Tätigkeiten hält sich zäh – allen Emanzipationsbestrebungen zum Trotz.

Aber freuen wir uns über frischen Wind im tristen Hausfrauendasein: Neueste Studien haben nämlich die erotisierende Wirkung von Kehrbesen und Wischmopp nachgewiesen. Wer bislang meinte, der olle Putzlappen sei der totale „Abtörner“, wird nun eines Besseren belehrt. Hausarbeit bringt in Stimmung, Staubsaugen macht sinnlich und beim Kloputzen geht so richtig die Post ab.

Voraussetzung allerdings: Die Hausarbeit muss von beiden Partnern gemeinsam erledigt werden. Eine Erkenntnis, die wir dem amerikanischen Sozialwissenschaftler Scott Yabiku zu verdanken haben. Er hat nachgewiesen, dass verheiratete Paare deutlich häufiger Sex haben, wenn beide mehr Zeit im Haushalt verbringen.

Ausgewertet wurden die Daten von knapp 7000 Ehepaaren. Geprüft wurde, wie viel Zeit für Kochen, Putzen, Einkaufen und Gartenarbeit drauf geht. Dabei zeigte sich einerseits das bekannte Phänomen, dass die Frauen fast doppelt so viel wischen, waschen und wuseln wie ihre Männer. Andererseits wurde deutlich, dass sich gemeinsam verrichtete Hausarbeit positiv auf das Sexualleben auswirkt. Fazit der Studie: „Je härter gearbeitet wird, desto öfter geht’s zur Sache.“
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Der „G-Punkt“ – alles nur ein Mythos?

Sonntag, 25. Oktober 2009

Die wichtigsten Fragen der Menschheitsgeschichte sind beantwortet: Die Erde ist rund, der Atomkern geknackt, die DNA entschlüsselt. Die Wissenschaft kann stolz auf sich sein! Dennoch gibt es immer wieder Phänomene, die sich dem grellen Licht der Erkenntnis beharrlich entziehen. Das ist gut so. Denn wie langweilig wäre das Leben ohne Mythen, Rätsel und Geheimnisse!

Nehmen wir zum Beispiel den sogenannten G-Punkt – ein besonderes Lustzentrum innerhalb der Vagina, ähnlich einer zweiten Klitoris – benannt nach dem Gynäkologen Gräfenberg. Gibt es den G-Punkt oder gibt es ihn nicht?

Eine spannende Frage. Von den einen vehement verneint, von anderen leidenschaftlich bejaht, wissenschaftlich unbeantwortet. Der G-Punkt: reine Männerphantasie? Weibergeschwätz? Eine Zufallsgabe der Natur – die eine hat’s, die andere nicht?

Regelmäßig bemühen sich Forscher, Licht ins Dunkel der weiblichen Lust zu bringen. Ob der Erkenntnis wegen oder der Publicity bleibt unklar. Aktueller Stand der Forschung: Der G-Punkt gehört zum Empfindungsbereich der Klitoris, die tiefer in den Körper hineinragt als bisher angenommen.

Intimrasur: Nackter als nackt

Mittwoch, 26. August 2009

frauModisch gesehen ist die natürliche Körperbehaarung mega-out. Wer auf sich hält, bekämpft das urzeitliche Fell, wo es sich nur zeigt. Je nach Köperregion wird gerupft und gezupft, rasiert, geschabt, gewachst. Tendenz zunehmend.

Bis weit in die 90er Jahre hinein beschränkte sich die Enthaarungswut auf Frauenbeine und Achselhöhlen. Mittlerweile aber hat der Kampf gegen die Körperbehaarung auch die Zonen erreicht, die ihre verführerischen Geheimnisse dereinst im dichten Kräuselhaar verbargen. Einer repräsentativen Umfrage des Leipziger Psychologen Elmar Brähler zufolge bekennt sich jede zweite Frau und jeder vierte Mann zwischen 18 und 25 Jahren zur Intimrasur.

Über Gründe und Motive darf gerätselt werden. Auch die Psychologen sind sich nicht einig. Verweist der Drang zur Schamrasur auf den geheimen Wunsch, kindlich und unreif zu erscheinen? Ist der Kahlschlag unterhalb der Gürtellinie Ausdruck von Sexualverleugnung und prüdem Hygienewahn? Oder lockt der besondere Reiz der völligen Entblößung, der ultimative Kick, nackter zu sein als nackt?

Sicher ist: Das Ideal des glatt rasierten Körpers wird – wie jede Mode – auch wieder in der Versenkung verschwinden. Irgendwann ist Fell wieder in, Natur à la mode und das klassische Dreieck als erotisches Signal der Dernier Cri. Die modebewusste Frau von morgen ist die geheimnisvolle Venus im Pelz.

Notbremse: Die „Pille danach“

Dienstag, 04. August 2009

Pille vergessen, Kondom abgerutscht, Verstand ausgeschaltet – es gibt die unterschiedlichsten Verhütungsfehler. Immer gleich ist die anschließende Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Eine Möglichkeit, im Nachhinein noch die Notbremse zu ziehen, ist die „Pille danach“. Je nach Produkt besteht sie aus ein oder zwei Tabletten, die das Hormon Levonorgestrel enthalten. Bis zu 72 Stunden nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr kann dieses Hormon den Eisprung verhindern oder verzögern.
Je früher die „Pille danach“ eingenommen wird, desto wirksamer ist sie. Eine Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden verhindert 9 von 10 möglichen Schwangerschaften. Bei einer Einnahme am dritten Tag, also nach 48 – 72 Stunden, können ungefähr 6 von 10 Schwangerschaften verhindert werden.

Als regelmäßiges Mittel zur Empfängnisverhütung eignet sich die „Pille danach“ nicht, denn sie ist teurer, unsicherer und weniger verträglich als andere Verhütungsmittel. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Brustspannen und Müdigkeit. Ernste Gesundheitsrisiken sind nicht bekannt.

Auf die Einnistung einer schon befruchteten Eizelle oder auf eine bereits bestehende Frühschwangerschaft hat die „Pille danach“ keinen Einfluss. Mit der „Abtreibungspille“, die zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch eingesetzt wird, ist sie nicht zu vergleichen.


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