Mit ‘Veranstaltungstipps’ getaggte Artikel

Auf nackter Haut: Ein Tipp für trübe Tage

Freitag, 04. Dezember 2015

Mal ein kleiner Tipp für trübe (Advents-)sonntage:

Ein Besuch der Sonderausstellung „Auf nackter Haut“ im Haus der Geschichte lohnt sich. Die Präsentation von Bademode und Unterwäsche im Wandel der Zeit macht gute Laune und sorgt für unterhaltsamen Gesprächsstoff.

Hinter Ur-Omas gruslig kratzigem Unterhemd, dem atemberaubend eng geschnürten Mieder oder der klassischen Feinripp-Unterhose mit Eingriff steckt eine Menge Geschichte! Was auf nackter Haut getragen wurde, erzählt viel von Moralvorstellungen, Körperidealen und Geschlechterrollen.

Weitere Informationen gibt’s hier:
www.auf-nackter-haut.de

Kunstausstellung „Eat Art“: ein Museumstipp

Montag, 18. Oktober 2010

Wie konnte ich es nur vergessen: Meine wahre Berufung ist doch die Kunst! Es muss das tägliche Einerlei sein, das meine kreativen Triebe dämpft. Alltagstrott haut auch die stärkste Muse um.

Doch das – so habe ich jetzt gelernt – muss nicht sein. Ein Ausflug in die Ausstellung „Eat Art“ im Kunstmuseum zeigt, dass sich in Wirklichkeit Alltag und Kunst sehr nahe sind. Ach, was rede ich: Alltag ist Kunst! Alles eine Frage der Definition.

Was entsteht im Inneren einer Spülmaschine, wenn fette braune Soßenreste über ein Weinglas triefen? Kunst! Was zeigt sich nach Wochen in der vergessenen Vesperbox? Klar doch: Kunst! Eigelb an der Serviette? Mehlmotten im Frühstücksmüsli? Maden im Katzenfutter? Kunst. Kunst. Kunst. Man muss nur genau hingucken.

Tief beeindruckt war ich von einer besonders gelungenen Installation, die derzeit in den Ausstellungsräumen des Stuttgarter Kunstwürfels an der Wand klebt: „Kinderkotze – Buchstabennudeln in Tomatensoße“. Na, da macht sich doch Entsetzen breit. Was war ich bislang für ein Banause! Welche Kunstwerke habe ich in meinem Leben schon – wisch und weg – vernichtet! Unwiederbringliche Chancen eines künstlerischen Coming Outs. Verpasst und verpfuscht. Aus und vorbei. Ach, was hätte aus mir doch alles werden können…

Die Ausstellung (sinnlich, vergnüglich, empfehlenswert!) geht noch bis zum 9.1.2011.

Eat Art im Kunstmuseum Stuttgart

Stuttgarter Hafen: Hinaus in die weite Welt!

Mittwoch, 24. März 2010

Ganz schön lang so eine lange Nacht der Museen. Selbst wer nicht bis zum frühen Morgen durchhält, braucht Tage, um sich zu erholen. Doch jetzt ist Zeit für eine kleine Nachlese.

Der nächtliche Streifzug quer durch die quirlige Stadt hat sich wieder mal gelohnt. Ich zum Beispiel bin nach „Tour Neckar“ und „Tour Hafen“ um einige Erfahrungen reicher geworden. So weiß ich jetzt, dass Stuttgart – „die Stadt zwischen Wald und Reben“ (Stuttgart Marketing) – in Wirklichkeit eine echte Hafenstadt ist. Von wegen piefige Provinz und biedere Schwabenmetropole!

Stuttgarts Hafen verbindet nämlich die beschauliche Landeshauptstadt direkt mit den bedeutenden Seehäfen und großen Wirtschaftszentren. Container-Terminal, Umschlagbahnhof und Überseebecken lassen erahnen, dass es von hier aus in die weite Welt geht. Immer nur dem Neckar nach. Wer hätte das gedacht.

Reeperbahn-Charme auf dem Hafengelände sucht man allerdings vergeblich. In der Hafenspelunke schlotzt man brav sein Viertele und heuert auf keinem Bananendampfer an. Wer hier betrunken vom Barhocker rutscht, findet sich am nächsten Morgen in der Notaufnahme des Marienhospitals wieder und nicht als Zwangsmatrose auf hoher See. Shanghai ist anderswo. Stuttgart hat eben seinen eigenen Reiz. Ganz besonders bei Western-Swing und Hillybilly-Klassikern in lauer Abendluft – eben bei der langen Nacht der Museen.

Die nächste lange Nacht der Museen gibt es am 9. April 2011. Vormerken!

Lange Nacht der Museen: Schluss mit Winterschlaf!

Mittwoch, 03. März 2010

Spätestens am Samstag, den 20. März lohnt es sich, Kuschelcouch und Pantoffelkino zu endlich wieder zu verlassen. Da ist nicht nur Frühlingsanfang, da findet auch die lange Nacht der Museen statt – und die sollte man wirklich nicht verpassen!

Zwischen 19.00 und 2.00 Uhr morgens kann man nicht nur die bekannten Museen wie die Staatsgalerie, das Mercedes-Benz-, Porsche- oder Linden-Museum besuchen. Private Galerien und Künstlerateliers präsentieren sich ebenso wie z.B. die Feuerbacher Moschee, das italienische Kulturzentrum oder – ganz schräg – ein Bestattungsinstitut (mit Sargsammlung!). Kunst und Kultur, Theater und Musik gibt’s an allen 90 Veranstaltungsorten. Shuttle-Busse bringen die Besucher von A nach B.

Ob nun das Bunkerhotel unter dem Marktplatz (ein Muss für Einsteiger!), die nächtlichen Wagenhallen im Schein der Lagerfeuer, Hafentour oder eine gepflegte Weinprobe in der Kelterei: Das Programm ist riesig und lässt sich nach Lust und Laune kombinieren.

Von langen Warteschlangen und überfüllten Bussen sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer erstmal drin ist, gehört dazu. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, gut gelaunt, geschwätzig und voller Energie. Schluss mit Kuschelcouch und Winterschlaf!

Lange Nacht der Museen


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