Mit ‘Wissenschaft’ getaggte Artikel

Das Handy: Die Nuckelflasche am Ohr

Dienstag, 02. Juni 2009

Über 90% aller 12-19-Jährigen haben ein Handy. Handy muss sein! Aufgeladen, eingeschaltet und immer dabei: Das Handy ist zum ständigen Begleiter einer ganzen Generation geworden. Es wird telefoniert und gesimst, was das Zeug hält!

Nie war die Welt so kommunikativ wie heute. Jederzeit sind wir erreichbar, können uns spontan verabreden, überall mal ein Schwätzchen halten oder Rat und Hilfe holen. Vorbei die einsamen Zeiten, als die Welt noch ein einziges Funkloch war!

Psychologen warnen allerdings vor den Gefahren einer permanent vernetzten Welt, in der Dauerkommunikation an die Stelle eines zeitweiligen Alleinseins getreten ist. Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind zu regelrechten „Kommunikationsjunkies“ geworden, die es nicht mehr ertragen können, allein im Bus zu sitzen oder einfach mal gar nichts zu tun.

Das Handy ist zu einer „Dauer-Nabelschnur“ geworden, die Heranwachsende mit Eltern, Freunden und anderen Bezugspersonen verbindet. Nach Ansicht von Professor Bauer, Psychiater an der Universitätsklinik Freiburg, wird das Handy damit zum „Entwicklungshemmer“, zur „Nuckelflasche am Ohr“, die es Jugendlichen erschwert, Alleinsein zu ertragen und Entscheidungen selbständig zu treffen.

Sex gegen Fleisch: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Sonntag, 24. Mai 2009

wmo_geldEs gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, die nachdenklich stimmen. So haben z.B. Primatenforscher herausgefunden, dass sich Schimpansenweibchen häufiger mit den Männchen paaren, die sie mit erbeutetem Fleisch versorgen, als mit „geizigen“ Artgenossen. Männliche Schimpansen, die mit den Weibchen ihre Jagdbeute teilen, „verdoppeln ihren Paarungserfolg“ so das Ergebnis der Studie.

Sex gegen Fleisch. Ein einfaches Tauschgeschäft und eine kluge Strategie der Schimpansenweibchen. Warum selber jagen, wenn die Beute auch leichter zu haben ist? Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Hand aufs Herz und mal ganz unter uns Primaten: Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

High Heels – unbeschreiblich weiblich!

Freitag, 27. März 2009

Frauen mit High Heels sind eine Klasse für sich! Es gibt zwar viele gute Gründe, flache und bequeme Schuhe zu tragen, doch ein gelungener Auftritt auf hohen Hacken ist und bleibt unbeschreiblich weiblich!

Wer die hohe Kunst der Balance beherrscht, und sich auf Stöckeln souverän bewegt, kann sich bewundernder Blicke sicher sein. Lange Beine, schwingende Hüften, anmutiger Gang … die Signale sind eindeutig: Hier kommt das Weib!

Wer langweilig-flach einher latscht, hat es dagegen nicht leicht. Natürlichkeit mag sympathisch sein – aufregend ist sie nicht.
Doch wir alle wissen, die Erotik der scharfen Schuh‘ hat ihren Preis. Hohe Absätze sind eine orthopädische Zumutung. Sie sind schlecht fürs Kreuz, belasten die Gelenke und machen Hühneraugen. Schick, aber schädlich! Nennen wir es „ausgleichende Gerechtigkeit“.

Für alle flach Besohlten, die ihren Geschlechtsgenossinnen den Sexappeal neiden und den Hüftschaden gönnen, allerdings nur ein schwacher Trost. Denn eine Untersuchung an der Universität Verona hat gezeigt, dass das Tragen hoher Absätze durchaus auch gesundheitliche Vorteile haben kann. Die Beckenbodenmuskulatur wird gestärkt, die sexuelle Sensibilität gefördert und die Orgasmusfähigkeit verbessert.

Frauen mit High Heels sind eben eine Klasse für sich! Beneidenswert!

Märchenhafter Liebestrank: Von der spröden Gattin zur willigen Geliebten?

Dienstag, 10. März 2009

„Keine Lust auf Lust“ kennen wir fast alle. „Ich bin müde.“ und „Heute nicht, Liebling!“ sind Klassiker im Ehebett. Sexuelle Lustlosigkeit ist weit verbreitet. Einer amerikanischen Studie zufolge leiden 18% der Männer und 33% der Frauen zwischen 18 und 60 Jahren unter sexuellem Desinteresse.

Die Störung der weiblichen Libido ist nun ins Zentrum der medizinischen Forschung gerückt. Kanadischen Wissenschaftlern der Concordia Universität Montreal ist es gelungen, das körpereigene „Lusthormon“ Alpha-MSH (Melanozyten stimulierendes Hormon) synthetisch herzustellen. Dadurch könnte in naher Zukunft ein Medikament entwickelt werden, das bei Frauen sexuelles Verlangen hervorruft. Eine Art Viagra für Frauen also, eine Lustdroge aus den Laboren der Pharmafirmen.

Die weibliche Sexualität ist vielschichtig. Die Lust auf Erotik ist stark mit dem Gefühl für den Partner verbunden. Der Verdacht, dass ein medikamentöser Scharfmacher für Frauen einem männlichen Wunschdenken entspringt, liegt nahe. Ob der märchenhafte Zaubertrank lediglich die spröde Gattin zur willigen Geliebten machen soll oder ob er den Frauen tatsächlich zu mehr Liebes- und Lebenslust verhilft, bleibt abzuwarten.

Ganz schön scharf, die Maschine!

Montag, 23. Februar 2009

Wissenschaftliche Erkenntnisse sind manchmal gnadenlos unromantisch. So z.B. das Ergebnis einer Untersuchung der US-amerikanischen Psychologin Susan Fiske. Sie hat herausgefunden, dass Männer beim Betrachten von Fotos leicht bekleideter Frauen mit einer verstärkten Erregung der Gehirnzonen reagieren, die der „Handlungsvorbereitung“ dienen. Es sind die gleichen Hirnregionen, die auch beim Anblick von Schraubenschlüsseln und Heimwerkermaschinen (!!!) aktiviert werden.
Also, irgendwie finde ich das ziemlich ernüchternd.

Kleine Neuigkeiten aus der Wissenschaft: Tiefe Stimmen lassen Frauen kalt

Sonntag, 01. Februar 2009

©ifotolia

Eine wohlklingende Männerstimme kann auf Frauen sehr erotisch wirken. Das ist bekannt. Entscheidend für den Sex im Sound ist allerdings nicht – wie meist angenommen – die Tiefe der Stimmlage. Nicht der Bass macht Frauen beben, es ist der klare Klang, der ihre Herzen höher schlagen lässt.

Attraktiv sind Stimmen, die Souveränität vermitteln. Dazu gehören eine individuelle, natürliche Tonlage und ein angemessenes Sprechtempo – so eine Studie des Frankfurter Institute for Advanced Studies (FIAS). Eine langsame Sprechweise und Verzögerungslaute wie „Äh“ und „Ehm“ mindern die Chancen beim anderen Geschlecht deutlich. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.

Vom Klang einer Stimme auf das Äußere eines Sprechers zu schließen, ist nach Meinung der Wissenschaftler unmöglich. Einzige Ausnahme: Männer neigen dazu, langsamer zu sprechen, wenn sie stark zunehmen. Dicker werdende Frauen ändern dagegen ihre Sprechgeschwindigkeit nicht.

(Bild: ©fotolia)

Die Mär von der molligen Mütze

Sonntag, 25. Januar 2009

©fotolia

Gestern waren in Stuttgart alle Straßencafés gut besucht. Nur noch mit Ach und Krach habe ich ein Sonnenplätzchen erwischt. Jetzt haben wir es also fast geschafft, der Winter ist angezählt! Zeit für eine kleine Nachlese …

Ganz schön eisig waren die letzten Wochen. Heiße News und Tipps für den Umgang mit der Kälte gab es demzufolge reichlich. Es war eine lehrreiche Zeit: Frauen frieren schneller als Männer, lange Dünne mehr als kleine Dicke. Kalte Güsse härten ab, fettige Creme schützt zarte Haut und Glühwein wärmt von innen. Aha!

Interessanter Neuzugang im Wissenskatalog: Die Behauptung „Die meiste Körperwärme geht über den Kopf verloren.“ ist falsch! Die mollige Mütze ein Mythos! Laut „Spiegel“ haben Gesundheitsforscher an der Universität Indianapolis herausgefunden, dass der Mensch über jede Körperpartie gleich viel Wärme verliert. Das Gefühl, eine Mütze schütze in besonderem Maße vor der Kälte, sei eine pure Täuschung.
Wenn das meine Oma wüsste!

(Bild: ©fotolia)


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