Sterilisation der Frau - Tubensterilisation

Eine Sterilisation kommt für diejenigen Frauen bzw. Paare in Betracht, die mit der Familienplanung endgültig abgeschlossen haben. Im Gegensatz zu allen anderen Verhütungsmethoden ist der operative Eingriff zur Empfängnisverhütung eine endgültige Entscheidung. Eine Sterilisation wieder rückgängig zu machen, ist äußerst schwierig, die Erfolgschancen sind gering.

Die Sterilisation der Frau ist eine sehr sichere Form der Empfängnisverhütung. Bei der Tubensterilisation werden die beiden Eileiter durch einen operativen Eingriff verschlossen. Dadurch gelangt die Eizelle, die im Eierstock herangereift ist, nur noch bis zur Unterbrechungsstelle, wird dort von der Schleimhaut absorbiert  und kann sich nicht mehr mit einer Samenzelle vereinigen. Eine Befruchtung und die anschließende Einnistung in der Gebärmutter sind damit ausgeschlossen. Die sexuelle Erlebnisfähigkeit wird durch eine Tubensterilisation nicht beeinflusst.

Vorgespräch:
Der Operation sollte ein ausführliches Beratungsgespräch mit der Ärztin oder dem Arzt  vorausgehen, da die endgültige Entscheidung, kein Kind mehr gebären zu können, gut überlegt sein muss. Bevor eine Sterilisation durchgeführt wird, müssen Sie über die Art des Eingriffs, seine Folgen und möglichen Nebenwirkungen oder Komplikationen aufgeklärt sein und aus freiem Entschluss in die Operation eingewilligt haben.

Operationsablauf:
Bei der Tubensterilisation werden in Vollnarkose die beiden Eileiter elektrisch verödet und damit verschlossen. Der Eingriff wird ambulant über eine Bauchspiegelung durchgeführt. Der Klinikaufenthalt dauert 3 bis 4 Stunden.

Mögliche Komplikationen und Beschwerden:
Im Verlauf der Operation können Komplikationen auftreten, wie Narkosezwischenfälle, innere Blutungen oder eine Verletzung des Darms. Solche Komplikationen sind allerdings äußerst selten.
Nach der Sterilisation kann es zu einer Störung in der Hormonproduktion der Eierstöcke kommen. Dies kann in seltenen Fällen zu Schmierblutungen vor und nach der Regel führen. War der Entschluss für die Sterilisation nicht reiflich überlegt, können seelische Probleme entstehen.

Kosten:
Von gesetzlichen Krankenkassen werden die Kosten einer Sterilisation nicht übernommen. Private Versicherungen bezahlen einen solchen Eingriff meist nur dann, wenn medizinische Gründe vorliegen.

 

 

Der Flyer zum Download

pro familia
Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V.
 

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