Infektion mit B-Streptokokken

Bei etwa 10-15% aller Frauen finden sich Streptokokken der Gruppe B im Genitalbereich. Diese Bakterien sind normalerweise harmlose Besiedler der Vaginalschleimhaut und rufen keine Symptome hervor. Schwangere können allerdings bei der Geburt das Neugeborene mit B-Streptokokken infizieren.

Als Folge davon können beim Kind kurz nach der Geburt ("early onset") oder nach 1 - 6 Wochen ("late onset") schwere Infektionen auftreten. Die Frühinfektion geht mit Blutvergiftung (Sepsis), Lungen- und Hirnhautentzündung einher. Mit neurologischen Schäden und Langzeitfolgen ist bei dieser frühen Form ebenfalls zu rechnen. Bei der Spätform kann das Risiko, insbesondere bei Frühgeborenen, an einer solchen Infektion zu sterben sehr hoch sein.

Vorbeugung gegen die B-Streptokokkeninfektion

Durch eine Behandlung der Mutter mit Antibiotika unter der Geburt kann das Infektionsrisiko für das Kind erheblich gesenkt werden.

In folgenden Fällen ist eine solche vorbeugende Behandlung sinnvoll:

  • Wenn bei einer vorherigen Geburt das Kind eine B-Streptokokkeninfektion hatte,
  • wenn bei der werdenden Mutter schon einmal ein Harnwegsinfekt mit B-Streptokokken nachgewiesen wurde,
  • wenn über einen Vaginalabstrich eine Besiedlung mit B-Streptokokken festgestellt wurde.


Eine Antibiotikatherapie längere Zeit vor der Geburt ist nicht ratsam, da die B-Streptokokken relativ schnell nach Beendigung der Therapie wieder auftauchen. Teilen Sie der Klinik oder Ihrer Hebamme mit, wenn bei Ihnen B-Streptokokken nachgewiesen wurden.

 

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