Streptokokken-Abstrich

Durchführung: gegen Ende der Schwangerschaft

Eine Besiedlung der Scheide mit B-Streptokokken findet sich bei 10-15% aller Frauen.  Da B-Streptokokken in diesem Fall meist keine Beschwerden verursachen, bleibt die Infektion unentdeckt. Bei Schwangeren besteht allerdings das Risiko, dass sich das Baby auf dem Geburtsweg mit dem Erreger infiziert und eine lebensbedrohliche Streptokokken-Infektion entwickelt.

Einfacher Nachweis

Durch einen einfachen Abstrich des Vaginalsekrets lässt sich eine Besiedlung von B-Streptokokken nachweisen.  Der Abstrich wird im Labor ausgewertet, den Befund erhalten wir innerhalb von 1 - 2 Tagen.

Mehr Sicherheit durch Vorbeugung

Wird eine Streptokokken-Besiedlung der Scheide festgestellt, kann durch eine Behandlung der Mutter mit Antibiotika das Infektionsrisiko für das Kind drastisch senken. In den USA gehört der Streptokokkenabstrich zum Standard in der Mutterschaftsvorsorge.  Dadurch konnte die Zahl der Neugeborenen-Infektionen mit B-Streptokokken um 4000 Fälle pro Jahr gesenkt und etwa 200 Todesfälle durch Streptokokken-Sepsis vermieden werden.

Kostenübernahme

Die Kosten für einen Streptokokken-Abstrich werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernommen, wird aber vom Labor als eigenverantwortliche individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten.

 

 

 

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